Großer Lauschangriff geplant: BND inspiriert von NSA und GCHQ

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.golem.de:

Unter dem Namen “Technikaufwuchsprogramm” will der Auslandsgeheimdienst BND in den kommenden Jahren seine Kapazitäten zur Überwachung von elektronischer Kommunikation massiv aufstocken.

[…]

Ähnlich wie beim US-Programm Prism soll mit den Strukturen des Bundesnachrichtendienstes Kommunikation an Schlüsselpunkten der Internetinfrastruktur abgefangen werden.

Kommentar von crash-news.com:

Der NSA-Skandal ist noch längst nicht in seiner gesamten Tragweite bekannt und erfasst, da kommt bereits der nächste Hammer in die Schlagzeilen: Auch der britische Abhördienst GCHQ ist ganz dick im Lauschgeschäft. Das weckt selbstverständlich auch hierzulande Begehrlichkeiten und beschert dem BND mal eben 100 Millionen Euro Spitzelgelder – finanziert von den Überwachten selbst.

Noch weiß niemand ganz genau, in welchem Umfang die NSA das Nicht-US-Ausland überwacht hat, doch der Skandal scheint eine Dimension zu besitzen, die schier unglaublich ist. Insbesondere gilt die Überwachung offenbar doch mehrheitlich der eigenen Bevölkerung, entgegen sämtlichen bisherigen Verharmlosungsversuchen seitens der US-Regierung.

Nicht minder pervers ist die organisierte, kriminelle Neugier der Lauschkollegen der NSA in Großbritannien. Beim G20-Gipfeltreffen 2009 sollen die Teilnehmer in großem Umfang abgehört und ihre Kommunikation ausgewertet worden sein. Das zeigt, nicht einmal die selbsternannte Elite ist vor sich selbst sicher. Alle diese Verbrecher misstrauen sich gegenseitig in einem Maße, welches jegliches illegale heimliche Vorgehen zu rechtfertigen scheint.

In Anbetracht dieser immer zahlreicher auftauchenden Eisbergs-Spitzen sollte sich jeder Normalbürger im Klaren darüber sein, dass auch er grundsätzlich im Visier dieser paranoiden Dienste steht, ganz egal, ob er nun etwas zu verbergen hat oder nicht, wie der typisch obrigkeitshörige, naive Durchschnittsbürger die Sache gerne bequem verharmlost.

Was dagegen noch weiterhin unterhalb der Wasseroberfläche an “Überraschungen” auf uns wartet, können wir kaum erahnen. Klar ist, die technischen Möglichkeiten befinden sich inzwischen auf einem erstaunlichen Niveau. Das beweist uns alleine schon der Blick in das vielfältige Angebot der Taschenkommunikation, des Mobilfunks. Moderne Smartphones können heute fast alles, sie hören aufs Wort, beobachten unsere Augen und konzentrieren unsere gesamte Kommunikation an einer einzigen Stelle.

Wieviel mehr wird also eine eigens dafür ausgelegte Infrastruktur in der Lage sein, mitzuschneiden, zu speichern und auszuwerten, welche an den zentralen Knotenstellen des Internet mitlauscht? Wer früher während des zuvor angemeldeten Telefongesprächs mit Freunden aus der DDR ein Knacken in der Leitung hörte, wusste sofort, was geschah. Heute wiegen sich dagegen die allermeisten Menschen in Sicherheit, nur schon des fehlenden Knackens wegen.

Insbesondere das intelligente Auswerten sämtlicher verfügbaren Daten über uns ermöglicht einen erstaunlich präzisen und transparenten Blick auf jeden Bürger. Wer wann mit wem wie lange kommuniziert, um was es sich dabei inhaltlich handelt, welche Internetseiten besucht werden, was wo gekauft, wann wohin gefahren und wen getroffen wird und noch vieles mehr.

Auch wenn diese Datensammelwut nun immer offensichtlicher wird, die Mehrheit der Menschen scheint davon nicht wirklich beeindruckt zu sein. Wer nichts zu verbergen habe, müsse sich doch auch nicht fürchten. Mit dieser dümmlichen Rechtfertigung wird jedoch bereits die illegale Aktion des Überwachens an sich plump legitimiert, was dagegen eigentlich sofort sämtliche Alarmglocken schrillen lassen müsste.

Denn warum sollte sich eine Regierung, welche sich hier ganz offen über geltendes Recht auf Privatsphäre seiner Bürger hinwegsetzt, nicht auch in anderen Bereichen weit außerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegen? Und das tut sie auch systematisch. Schauen Sie beispielsweise nach Bayern, wo ein Gustl Mollath seit nunmehr sieben Jahren hinter Gittern sitzt, nur weil er zuviel wusste. Dieser Mann hatte nämlich auch nichts zu verbergen.

Dieser ganze Überwachungswahn dient jedoch nicht etwa unserer Sicherheit, wie stets beteuert wird. Er hat nur einen einzigen Zweck: Auf diese Weise soll die Macht der Machthabenden um jeden Preis erhalten werden. Diese Verbrecher schrecken vor nichts zurück, weder vor dem Verstoß gegen Gesetze noch vor Lügen und auch nicht vor Mord und Totschlag, wenn es notwendig ist.

Daher ist es unsere Pflicht, dieser ständigen Relativierung in unserem Umfeld laut zu widersprechen und unseren Mitmenschen zu erklären, was hier gespielt wird. Das Böse fürchtet nämlich nichts mehr, als ans Licht gezerrt zu werden. Alles Weitere ergibt sich dann meist von selbst.

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Ein Kommentar

  1. Der Kleine macht es dem großen Bruder gleich

    Die NATO der verlängerte Arm der USA

    Der BND der verlängerte Arm der NSA?

    Wir wissen daß Deutschland noch immer besetzt ist

    Wir wissen daß Deutschland nie ein eigenständiger Staat war

    – wenn Staat überhaupt(!)

    Ostdeutschland und Sowjetunion und Westdeutschland und USA?

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