Verrücktes Verbot: Belgien setzt Schneeballschlacht mit Steinwerfen gleich

Rainer Sturm / pixelio.de

Zitat von de.ria.ru:

In Wingene, Lichtervelde und einigen anderen Gemeinden in Flandern wurde das Schneeballwerfen verboten. Den Sündern droht eine Geldstrafe von 100 Euro.

[…]

Nach Angaben der Zeitung „De Standaard“ stuften die Gemeindeleitungen die unter Kindern beliebte Winterattraktion als gefährlich ein und setzten die Schneeballschlacht mit Steinwerfen gleich.

Kommentar von crash-news.com:

Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. So verwundert es wenig, dass nicht nur die EU vom belgischen Brüssel aus mit unsinnigen Verboten und Vorschriften gegängelt, gequält und traktiert wird, sondern auch unmittelbar das eigene Land unter ständig neuen und skurrilen Vorschriften leidet. Unter dem Vorwand der Gefahrenverhinderung wird nun selbst den Kindern deutlich gemacht, woher der raue Wind weht.

Es ist keineswegs ein Aprilscherz, sondern tatsächlich eine gesetzliche Vorschrift im belgischen Wingene und Lichtervelde. Zwar heißt es, dass die Polizei nicht unmittelbar einschreiten müsse, doch es werden sich garantiert genügend notorische Spielverderber und Denunzianten finden, welche sich um die Einhaltung dieses legislativen Irrsinns bemühen. Unklar ist allerdings, ob die Strafe von 100 Euro pro Schneeball oder pauschal erhoben wird.

Anstatt sich jedoch um die wirklich großen Verbrechen im eigenen Land oder die schlimmen Folgen der Zwangsunion von Europa zu kümmern, werden hier willkürliche und lachhafte Maßnahmen gegen die eigenen Kinder ergriffen. Sollte tatsächlich die Polizei zu einer Schneeballschlacht gerufen werden, dürften die Zuschauenden wohl zunächst einen Streich der “versteckten Kamera” vermuten.

Natürlich kann mit einem Schneeball auch jemand verletzt werden, das passiert eben. Wer als Kind aus diesem Grunde darauf verzichtet hat, jemals auch nur einen Schneeball zu formen, der möge jetzt laut “hier” rufen. Wird dieser grassierenden aberwitzigen Idiotie nicht bald Einhalt geboten, kommt wohl am Ende eine riesige Lawine an Wahnsinn auf die Menschheit zu. Denn wo liegen in diesem Fall die Grenzen?

Was ist denn dann mit den Sandkästen auf öffentlichen Spielplätzen? Sand in die Augen zu bekommen macht wenig Freude. Genausowenig wie das Fallen vom Klettergerüst, vom Baum oder einer Schaukel. Müssten in letzter Konsequenz nicht alle diese Dinge sofort und unwiderruflich verboten und demontiert sowie alle Bäume vorsorglich umzäunt oder umgehauen werden?

Auch das Fahrradfahren und sämtliche Skate-Sportarten bergen eine schreckliche Verletzungsgefahr. Selbst die Bundesliga und der Fußball allgemein müssten sofort verboten werden, denn neben den zahlreichen Verletzungsrisiken der Spieler besteht auf den meisten Sportplätzen die Gefahr, auch als Zuschauer oder Schiedsrichter einen Ball ins Gesicht zu bekommen.

Natürlich kommt zuletzt auch das Autofahren auf den Index, denn dort sterben nachweislich tausende von Menschen jedes Jahr. Muss das wirklich sein, dass unsere Gesellschaft ein derartiges Risiko eingeht und diese Verluste wissentlich toleriert? Weg mit allen Autos. Dasselbe gilt für die Bahn, denn wieviele Menschen werfen sich alljährlich davor, um endlich von diesem Regulierungswahn erlöst zu werden? Die Todeszahlen durch Schneebälle dagegen dürften im Bereich von Null liegen.

Politiker sind ganz offensichtlich eine ziemlich gefährliche Gruppe von Menschen, besonders wenn sie Langeweile haben, wie beispielsweise die Damen und Herren in Wingene und Lichtervelde – gar nicht zu reden von den tausenden von Eurokraten in Brüssel. Und es gilt zudem: Je mächtiger die Positionen dieser Beamten, desto verheerender der angerichtete Schaden.

Nun dürfen wir gespannt sein, ob das Schneeballverbot bald auf irgendwelchen Wegen auch seinen Weg in die EU-Kommission finden und dort zur EU-weiten Richtlinie ausgearbeitet wird. Möglich ist diesbezüglich wahrlich alles, sofern es nur irrsinnig, hirnrissig oder dekadent genug ist. Nutzen Sie daher unbedingt noch die wenigen verbleibenden Tage zu einer ausgiebigen Schneeballschlacht, denn bereits im nächsten Winter könnte der Spaß zu Ende sein.

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