Gefahr Lebensversicherungen: Regierung warnt indirekt vor Totalverlust

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.welt.de:

Die anhaltend niedrigen Zinsen sicherer Staatsanleihen könnten einige Lebensversicherer Medienberichten zufolge in existenzbedrohende Schwierigkeiten bringen. In einem Papier des Bundesfinanzministeriums werde die Schieflage von Instituten nicht ausgeschlossen […].

[…]

Um des Problems Herr zu werden, erwägten Finanzministerium und die Finanzaufsicht BaFin, die Versicherer durch eine weitere Absenkung oder zeitweise Aussetzung des Garantiezinses zu entlasten […].

Kommentar von crash-news.com:

Für diejenigen, welche das Kernproblem unseres Geldsystems verstanden haben, besteht kein Grund zur Beunruhigung, weil keiner von ihnen auch nur noch eine einzige Lebensversicherung halten dürfte. Wer bereits vor Jahren – unter Inkaufnahme von Verlusten – seine Policen auflöste und in sichere Werte umwandelte, hat richtig und vor allem rechtzeitig gehandelt. Der Rest muss jetzt nehmen, was übrigbleibt, solange es noch geht.

Wenn selbst das Finanzministerium inzwischen vor einer Pleite der Lebensversicherer und damit vor einem Totalverlust für die Anleger warnt – “existenzbedrohende Schwierigkeiten” bedeuten nichts anderes -, dann scheint die Lage wirklich dramatisch zu sein. Finanzminister Schäuble und Co geht es in diesem Fall freilich weniger um die Bürger, welche dadurch ihre langjährigen Lebensersparnisse verlieren, als vielmehr um die Gefahr für das Finanzsystem, welches nämlich nur wenige Pleiten einiger der großen Versicherer verkraften kann.

Obwohl bei den Worten “sichere Staatsanleihen” den Leuten in Anbetracht der ständigen Medienberichte um Griechenland, Spanien und Portugal eigentlich sofort eine Alarmglocke schrillen müsste, scheint das Geschehen niemanden groß zu beunruhigen. Indem nun auch noch davon die Rede ist, den Garantiezins der Lebensversicherungen weiter zu senken oder gar aufzuheben, wird im Grunde genommen selbst für die verschlafendsten Schafe schon recht deutlich, welches Schicksal ihnen droht. Leider verstehen Unbedarfte jedoch größtenteils trotzdem nicht, wovon hier zwischen den Zeilen die Rede ist:

Die Lebensversicherungen müssen am Ende der jeweiligen Laufzeit allerhöchstens noch die eingezahlten Beträge ausbezahlen, sofern die Unternehmen nicht schon längst zuvor pleite sind.

Jeder weiterhin in eine solche “Anlage” gesteckte Euro wäre daher genauso gut “angelegt”, wenn er nach althergebrachter Methode einfach in die Matratze gestopft würde. Zinsen gibt es dort schließlich ebenfalls keine und ob die Einzahlungen jemals wieder zum Versicherungsnehmer zurückkehren, ist äußerst fraglich. Aber die Matratze bleibt immerhin im Schlafzimmer, selbst wenn Allianz und Co baden gehen. Warum in Anbetracht dieser klaren Worte nicht unmittelbar der Ansturm auf die Versicherer beginnt, kann nur mit der völligen Blindheit der Menschen beantwortet werden.

Andererseits ist das Problem schlicht die Ahnungslosigkeit der Bevölkerung in Sachen Geldanlage. Weil das Thema ja schließlich so enorm “kompliziert” sei, vertraut ein Großteil sein Vermögen irgendwelchen Anlageberatern an. Dass diese Damen und Herren jedoch mehrheitlich weder unabhängig sind noch ein gesteigertes Interesse am Werterhalt oder gar der Wertsteigerung fremder Gelder haben, kommt offenbar kaum jemanden in den Sinn.

Allein die Provision steuert diese Berater und nicht das, was am Ende für den Kunden herauskommt. Insbesondere bei Lebens- und Rentenversicherungen sind diese Experten schon längst auf und davon oder in Rente, wenn es an die Auszahlung für ihre ehemaligen Kunden geht – außer es geht schon vorher etwas schief und genau das könnte demnächst passieren. Wer noch immer in solchen “Anlagen” investiert ist, sollte bzw. muss jetzt handeln. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Vermögensanlage funktioniert im Grunde ganz einfach: Alle Werte, welche auf Papier stehen, sind im Zweifel bzw. im schlimmsten Fall nämlich immer nur noch genau das Papier wert, auf dem sie stehen. Dagegen können reale und Jahrtausende bewährte Werte wie Gold und Silber niemals pleite gehen. So kompliziert ist das nun wirklich nicht, oder?

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Ein Kommentar

  1. – die Allianz rechnet wie einem Gewinn von 9 -Milliarden – EUR für ds. Jahr ? ( ntv heute )
    – hier wird doch wieder eine riesige Bürgerverarsche gestartet ( mit Unterstützung unserer Politiker ) !

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