Experten warnen: Gold und Immobilien bieten keinen Schutz für Kapital

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.manager-magazin.de:

Diese Furcht lässt immer mehr Anleger in Gold und Immobilien flüchten.

[…]

Die Flucht in die vermeintlich sicheren Sachwerte beunruhigt inzwischen immer mehr Experten.

[…]

Anleger können nicht darauf vertrauen, dass Gold oder Immobilien ihnen einen Schutz für ihr Kapital bieten.

Kommentar von crash-news.com:

Trotz schnell rotierender Druckerpressen hat sich momentan die Lage auf den Märkten scheinbar beruhigt und weder Staatspleiten noch eine galoppierende Inflation zeichnen sich derzeit ab. Da aktuell der Goldpreis gerade erst wieder einmal deutlich fiel bzw. gefallen wurde, ist es nun Zeit für die üblichen „Experten“, das Parkett zu betreten und vor der sicheren Anlage zu warnen.

Besonders eng war diese Fachklientel noch nie mit der Realität verbunden. Daher ist es wenig verwunderlich, wenn sie aus der laufenden Währungsflucht in Immobilien eine sich irgendwann selbst erfüllende Prophezeiung prognostizieren. Weil also immer mehr Anleger ihre Vermögen in Immobilien und Gold umschichten, soll dieser „gefährliche“ Trend für eine inflationäre Entwicklung in diesen Bereichen sorgen?

Das würde genau dann stimmen, wenn sich am Ende zeigt, der Euro und der Dollar haben gegen Immobilien sowie Gold und Silber gewonnen. Die Währungen werden wieder stark und genießen das volle Vertrauen der Anleger. Klingt logisch. Die einzige Frage jedoch, welche auch seitens der „Experten“ nicht beantwortet wird: Wie soll denn das geschehen? Durch die ständige Verdünnung des Geldes sicherlich nicht, doch genau diese wird gerade massiv durch die Druckerpressen exerziert.

Worin das enden wird, im Grunde auch enden muss, ist eine Hyperinflation. Aber eben jene bestreiten die „Experten“ und zwar allein aus dem Grund, weil trotz der massiven Geldvermehrung innerhalb der vergangenen vier Jahre bis heute keinerlei Hyperinflation resultierte. Im Gegenteil, die Inflation verharrt angeblich auf niedrigem Niveau – sofern jemand den offiziellen Zahlen glauben mag. So schlicht funktioniert dieses Expertentum. Aber diese Pseudoprofis werden sich noch wundern, denn eine starke Inflation beginnt meist sehr plötzlich und ist dann auch nicht mehr zu beherrschen. Sobald das Vertrauen in die Währung schwindet, beginnt nämlich erst die wirkliche Flucht in Sachwerte.

Recht haben die „Experten“ indes, wenn sie vor einem Kaufkraftverlust bei der Investition in Immobilien warnen. Betongold ist in der Tat keine besonders gute Anlageform, weil Häuser und Wohnungen nicht nur besteuert werden, sondern auch noch nicht vernachlässigbare Kosten für Instandhaltung und Unterhalt verursachen. Ist das Ganze auch noch kreditfinanziert, wird es sogar richtig existenzgefährdend.

Zudem können Immobilien nicht mal eben wieder veräußert werden, wenn das darin gebundene Kapital – oder auch nur ein kleiner Teil davon – dringend anderweitig benötigt wird. Besonders in Hochzinszeiten oder in Rezessionen und Depressionen finden sich kaum mehr Käufer, sodass der Preis auf ein entsprechend niedriges Niveau absinkt. In der Regel handelt es sich dabei dann um den tatsächlichen „Wert“ der Immobilie, welcher ohne Kreditfinanzierung auf dem freien Markt maximal erzielbar ist.

Auch in einem weiteren Punkt haben die „Experten“ Recht: Wer infolge einer steigenden Inflationsrate darauf hofft, seinen Immobilienkredit am Ende mal eben mit einer Schubkarre voller entwerteter Euros abbezahlen kann, der wird sich noch böse wundern.

Anders sieht es beim Thema Gold aus. Auch davor warnen diese Finanzstrategen natürlich, weil der Preis dafür angeblich stark schwanken und – wir kennen die übliche Floskel – keine Zinsen erzielen würde. Außerdem drohe möglicherweise wieder ein Goldverbot. Das Edelmetall habe daher zu Unrecht den Ruf einer Fluchtwährung.

Ob diese schlauen Herren wohl wissen, was Zinsen grundsätzlich mit unserem Geld anrichten oder wie Geld überhaupt entsteht und dass Gold tatsächlich das einzig wahre „Geld“ auf der Welt ist? Ob ihnen wohl bewusst ist, dass Gold überhaupt nie im Preis steigt, sondern lediglich das jeweilig gültige gesetzliche Zahlungsmittel Euro oder Dollar in seinem „Wert“ gegenüber dem Edelmetall fällt?

Wie immer gilt: Finger weg von all jenen Dingen, welche Leute wie diese selbsternannten „Experten“ empfehlen, denn sonst steigt das Totalverlustrisiko auf nahezu 100% an. Nur wer sich selbst mit der Materie vertraut macht und sein Vermögen in echte, handfeste Werte umwandelt, kann nicht über Nacht durch einen gierigen und völlig inkompetenten Staat und dessen bösartige Hintermänner enteignet werden.

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