Politikgesteuerte Medien: Heuchler und Lügner unter sich

Gerhard Rolinger / pixelio.de

Zitat von nachrichten.rp-online.de:

„Die Öffentlich-Rechtlichen wären gut beraten, eine unabhängige Untersuchungskommission einzusetzen, die ohne Ansehen der Partei Fälle der unzulässigen Einflussnahme offenlegt.“

[…]

Die Christsozialen agierten „nach dem Motto: bevormunden, beeinflussen, drangsalieren“, sagte der FDP-Landtagsfraktionschef Thomas Hacker.

Kommentar von crash-news.com:

Wenn die Politik sich in Angelegenheiten der Medien einmischt, hat das weitaus mehr als nur einen fahlen Beigeschmack. Es handelt sich hier um den Versuch bzw. die aktive Ausübung von Manipulation, Verschleierung oder gar Zensur. Diese Maßnahmen werden eigentlich  nur immer dann angewandt, wenn es der Notwendigkeit dazu bedarf, wenn also bestimmte Angelegenheiten vor den Augen der Allgemeinheit verborgen werden sollen.

Davon ausgehend, dass die Medien ihrer Aufgabe als vierte Gewalt im Staat verantwortungsvoll nachkommen, kann es sich in Fällen der Einflussnahme seitens der Politik auf die Presse und das Fernsehen eigentlich zwangsläufig immer nur um das Vertuschen von Unregelmäßigkeiten oder gar von Betrug handeln, denn wäre auf die Medien tatsächlich Verlass, bestünde ansonsten keinerlei Bedarf an derartiger Intervention.

Sofern jedoch auch die Medien nicht sauber arbeiten oder selbst  politische Einflussnahme ausüben und bestimmte Positionen vorherrschend vertreten, ist es nur allzu verständlich, wenn sich die Betroffenen dagegen zur Wehr setzen wollen. Insbesondere nach der Veröffentlichung von Unwahrheiten muss es möglich sein, die Medien zur Verantwortung zu ziehen und zur Korrektur zwingen zu können.

Das Problem im vorliegenden Fall: Weder arbeiten die Medien wirklich sauber, neutral und ihrer Aufgabe verpflichtet noch haben wir eine ehrliche und für das Volk engagierte Politik. Wenn also die anderen Parteien nun mit dem Finger auf die CSU zeigen und sie übel rügen, weil sie es offensichtlich wiederholt wagte, auf die Medienberichterstattung Einfluss auszuüben oder zu zensieren, dann werfen hier ganz sicher die falschen mit den Steinen.

Es dürfte nämlich keine einzige Partei in diesem Land geben, welche nicht ebenfalls schon derartige Versuche unternommen hat. Schließlich reichen diese Absichten sogar bis ganz nach oben und selbst Ex-Bundespräsident Wulff höchstpersönlich rief schon bei der Bild-Zeitung wegen seiner eigenen Angelegenheiten an.

Umgekehrt gibt es allerdings genausowenig auch nur einen Fernsehsender oder eine Zeitung, welche sich ausschließlich der Wahrheit und nicht auch noch politischen Interessen verpflichtet sieht. Zwar wird hier stets die neutrale Berichterstattung betont und insbesondere die angebliche Unabhängigkeit, doch wer daran glaubt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Unabhängige große Medien gibt es schon lange nicht mehr, denn gäbe sie es, wären sie ganz sicher verboten. Der Blick in offen totalitäre Systeme bestätigt dies.

Bei der laufenden CSU-Affäre ist daher insbesondere der Titel „CSU-Affäre“ falsch gewählt. Es müsste vielmehr Eliten-Medien-Affäre heißen, da hier zwei korrupte und gesteuerte Blöcke gegenseitig aufeinander eindreschen. Mit der Wahrheit ist es in diesem Land – und im Grunde auf der ganzen Welt – nicht mehr weit her. Aber das ist ja leider nichts Neues.

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