Wirtschaftsforscher befürchten anhaltende Rezession in Europa

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.ftd.de:

“Derzeit weist vieles darauf hin, dass sich die gesamtwirtschaftliche Expansion gegen Jahresende abschwächt”, schreiben die Konjunkturexperten.

[…]

Die Institute rechnen in ihrer Gemeinschaftsdiagnose mit einer anhaltenden Rezession in Europa und fast keinem Wachstum auch im kommenden Jahr.

[…]

Immerhin dürfte die Rezession 2013 aber in fast allen Krisenländern an Schärfe verlieren – auch in Griechenland, Spanien und Italien.

Kommentar von crash-news.com:

Die Größen der Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich auf eine gemeinsame Position festgelegt: Europas Wachstum wird zurückgehen und sich in 2013 halbieren, doch die Krise wird sich abschwächen. Wenn soviele “Experten” auf einmal einhellig dieselbe Meinung vertreten, dann muss die Botschaft wohl wahr sein. Schließlich können sich die vielen Fliegen auf einem Hundehaufen auch nicht irren. Doch die Forscher haben durchaus Recht, denn abwärts geht’s garantiert, nur über den Umfang und die Geschwindigkeit sollten sie nochmals nachdenken.

Dasselbe gilt für die prognostizierte Wende in Richtung Ende der Krise. Wie um alles in der Welt kommen diese “Wissenschaftler” auf die wahnwitzige Idee, die Gesamtlage würde sich 2013 entschärfen oder gar wieder besser werden? Haben sie diese Hoffnung etwa aus der jüngeren Vergangenheit entliehen, weil es auch nach dem Tief in 2008 und 2009 wieder aufwärts ging? Gut möglich, aber lineare Interpolationen haben einen entscheidenden Nachteil: In chaotischen oder manipulierten Systemen funktionieren sie nämlich nicht.

Sicherlich werden auch die Sparprogramme der Eurokraten Fortschritte machen, da haben die ausgewiesenen “Experten” selbstverständlich Recht. Die Frage ist lediglich, welche Art von Fortschritt damit denn wirklich gemeint ist? Sollen noch mehr Zahlen manipuliert werden? Soll noch mehr “gerettet” werden? Soll die Diktatur weiter verschärft werden? Sollen die Bürger weiter entrechtet werden? Soll den Sparern auch noch der letzte Euro aus der Tasche gezogen werden? Die Antwort ist “Ja”.

Inwiefern sich die Konjunktur durch die – oder besser gesagt trotz der – Sparprogramme erholen soll, wissen die Forscher vermutlich selbst nicht. Südeuropa jedenfalls bietet ein eindrückliches Bild, was mit der Wirtschaft geschieht, wenn es keine günstigen Finanzierungen und keine Subventionen mehr gibt, die Nachfrage einbricht und die Steuern erhöht werden. Da ist es dann nämlich nicht mehr sehr weit her mit Wachstum, Aufschwung und die Konjunktur muss leider auch ausfallen.

Wirklich seltsam, wie diese “Experten” auf derlei Ideen kommen – noch dazu in dieser Einmütigkeit. Vielleicht gab es einen Auftrag von weiter oben für diese Prognose? Dann wäre allerdings Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut wohl kaum mit von der Partie, denn dieser Mann wagte in der jüngeren Vergangenheit schon öfters ungewohnt deutliche Worte. Wir wissen nicht, wie diese dämliche Propaganda tatsächlich zustande kam, aber wir wissen, dass es sich um verzweifelte Lügen eines untergehenden Systems handelt.

Egal, was die Wirtschaftswissenschaftler aus ihren Glaskugeln herauslesen wollen und egal, was die Eurokraten mit ihren untergebenen Ja-Sagern in den Länderregierungen noch an Gemeinheiten gegen die Bürger aushecken werden, die weltweite Wirtschafts- und Finanzkatastrophe lässt sich nicht mehr verhindern, höchstens noch ein bisschen hinauszögern. Wie lange, das weiß niemand.

Jeder, der über gesunden Menschenverstand und ein bisschen Hintergrundwissen über das Geldsystem verfügt, weiß, was zwangsläufig und in mathematisch logischer Konsequenz auf uns alle zurollt. Niemand sollte daher diesen entweder blinden oder aber verlogenen Fortschritts-Marktschreiern glauben, denn gegen die Naturgesetze helfen glücklicherweise keine Statistiken und auch keine Gesetze.

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2 Kommentare

  1. Die Eurozone ist (per Definition) bereits in der Rezession. Trotz gigantischen Staatsdefiziten (wo künstlich Geld in die Wirtschaft gepumpt wird) ist die Wirtschaft im 2. und 3. Quartal jeweils um 0.2% geschrumpft. Von einem Wachstum kann eigentlich erst dann gesprochen werden, wenn das BIP mehr wächst als die Neuverschuldung zunimmt. Und nimmt man es genau, muss pro Kopf gerechnet werden, alles natürlich teuerungsbereinigt. Anm. Und hier ist schon ein grosses Problem. Im Warenkorb sind wohl billige Verbrauchsartikel, nicht aber neue Steuern, Abgaben, Versicherungen etc. Vor zwei Jahren z.B. wurde in der Schweiz die Lohnerhöhung alleine durch den Anstieg der Krankenkassenprämien weggefressen. Und das schöne ist, wir werden noch ärmer, erst dann begreifen es der Otto und die Liesel auf der Strasse.

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