Steigende Arbeitslosigkeit wird für Unruhen in der Eurozone sorgen

FreeImages.com/Walter Groesel

Zitat von www.ftd.de:

Die Internationale Arbeitsorganisation (Ilo) hat vor einer massiv steigenden Erwerbslosigkeit und möglichen Unruhen in der Euro-Zone gewarnt.

[…]

Als wahrscheinlichstes Szenario benannten die Experten der Ilo eine Zunahme der Arbeitslosigkeit im Euro-Raum von elf auf 11,5 Prozent bis 2014. […] Selbst dort, wo es am Arbeitsmarkt derzeit noch läuft, etwa in Deutschland, werde sich die Lage verschlechtern, so Ilo-Ökonom Spiezia.

[…]

Falls etwa der Währungsraum auseinanderbräche, wie von vielen Ökonomen inzwischen befürchtet, würde das kurzfristig große Verwerfungen nach sich ziehen, glauben die Ilo-Forscher. Nach einem gesamtwirtschaftlichen Einbruch von rund acht Prozent könnte die Arbeitslosenquote bis 2014 demnach auf über 17 Prozent klettern.

Kommentar von crash-news.com:

Länder wie Spanien, mit einer Arbeitslosenquote von 25% und einer Jugendarbeitslosigkeit von rund 50%, zeigen, was auf die restlichen Euroländer noch an „Wachstum“ wartet. Wachsen wird vor allem die Erwerbslosigkeit und mit ihr die Gefahr von Unruhen. Wer nichts mehr hat, außer dem nackten Leben, hat nämlich auch nichts mehr zu verlieren.

Wenn die Regierungen zum Sparen gezwungen werden, richten sich die Maßnahmen zunächst vor allem gegen diejenigen, welche sich am wenigsten wehren. Erst wenn hier sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, kommen auch die unpopulären Einschnitte. Rentenkürzungen und Mehrwertsteuererhöhungen, die seltsamerweise genauso als „Einsparungen“ gelten, treffen alle Bürger entweder gleichermaßen oder aber die Betroffenen sind, wie in diesem Beispiel, zu alt oder kaum organisiert, um sich zur Wehr zu setzen.

Wesentlich gefährlicher für die Regierenden sind empfindliche Kürzungen in den bislang noch immer üppigen Sozialsystemen. In diesen Hängematten ruhen mittlerweile viele Millionen von Bürgern und einigen scheint das Leben auf Kosten der anderen durchaus lebenswert zu sein. Diese Menschen haben viel Zeit und wenn ihnen jemand mit der Sparschere zu nahe kommt, entwickelt sich hier schnell entsprechender Widerstand, denn es sind immer gleich alle auf einmal betroffen.

Solange die sich daraus entwickelnde Gegenwehr nicht organisiert ist, sondern sich die wütenden Bürger einfach nur auf der Straße treffen, besteht weniger Gefahr für die Obrigkeit, sondern viel eher für die Mitbürger, denn Wut und Zorn gegen die Regierung entlädt sich hier an allem und jedem, was gerade zufällig und unglücklicherweise im Wege steht. Zu sehen war dieses Geschehen bereits mehrfach in Griechenland – das Flammenmeer ist besonders nachts beeindruckend.

Sobald jedoch eine Organisation hinter solchen Demonstrationen steht, müssen sich insbesondere die Machthaber fürchten, denn gegen sie richtet sich dann meist konkret der Widerstand und der Plan ist, deren Macht entweder zu schwächen oder sie gleich ganz zu übernehmen. Kommt hier der falsche Mann nach oben, kann sich sehr schnell etwas Ungewolltes daraus entwickeln.

Daher fürchten unsere Hampelmänner in den Regierungen auch nichts mehr als ein wütendes Volk. Solange wie möglich wird daher jedes Gesetz gebrochen und jeder nur erdenkliche Trick genutzt, um das Schuldgeldsystem vor seinem unweigerlichen Zusammenbruch zu bewahren und dessen Ende noch etwas länger hinauszuzögern. Die Politik weiß, was ihr blüht, wenn sie die Kontrolle verlieren sollte. Weil jedoch dieser Moment nicht mehr weit entfernt ist, müssen wir uns doch wundern, warum sich nicht schon längst die meisten dieses korrupten Palabergesindels aus ihren Ämtern verzogen hat.

Wohlgemerkt, diese Warnung der internationalen Arbeitsorganisation bezieht sich lediglich auf einen Bruch der Eurozone, nicht unbedingt auf das vollständige Ende dieser Krisenwährung. Kracht der Euro nämlich gänzlich und verschwindet, wird das weltweite Auswirkungen haben, die dann nicht nur in ein bisschen Anstieg der EU-Arbeitslosigkeit resultieren.

Vorsichtig teilen uns immer mehr „Experten“ mit, welche Verwerfungen denn so in naher Zukunft auf die Menschen warten. Vor wenigen Jahren waren all diese jetzt geäußerten Überlegungen noch ein Garant dafür, um als verrückter, notorischer Schwarzmaler tituliert zu werden. Heute werden jedoch bereits einzelne Puzzleteile der kommenden Katastrophe offen beim Namen genannt. Und morgen?

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on VKEmail this to someonePrint this page

Ein Kommentar

  1. Zum wiederholten Male mahne ich hiermit das Erkennen einer weiteren Ursache zu den sich abzeichnenden Auswirkungen einer seit über 40 Jahren verfehlten Wirtschaftspolitik an. Man hat anfangs vielleicht noch unbewußt, dann aber gewollt der Tatsache, daß die Mechanisierung und darüber hinaus stetig zunehmende Automatisierung mehr und mehr händische Arbeit verdrängt keinerlei Rechnung getragen wurde!
    Statt die Wirtschaftsstruktur und damit die Sicht auf die soziale Ordnung, damit auf auf die gesamte Lebensstruktur neu anzudenken und in Folge konsquent neu zu gestalten, hat man immer so daruf hin weitergewurschtelt. Die Menschen wurden in ein Hamsterrad gesperrt, für dumm verkauft und mit ihnen „Profite“ gemacht. Nun ist das System am Ende und immer noch wacht man nicht auf, daß eine restlos neue Struktur des Lebens, des Miteinanders. hoch notwendig ist!
    Dazu gehört dann natürlich ein völlig neues wie vor allem ehrliches Geldsystem!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*