Zuspitzung bei Hormus: Iran plant Blockade der Wasserstraße

Gabi Eder / pixelio.de

Zitat von www.spiegel.de:

Inzwischen liegen acht Minenräumboote in der Region, damit haben die USA laut einem Bericht der “New York Times” die Zahl ihrer Schiffe verdoppelt. […] Zuletzt verlegte Washington demnach Kampfflugzeuge vom Typ F-22 und F-15C in die Region, die Navy schickte zudem ihr Schiff “Ponce”

[…]

Der in Teheran einflussreiche Parlamentsausschuss für nationale Sicherheitsfragen und Außenpolitik legte am Montag einen Gesetzentwurf zur Blockade der Wasserstraße von Hormus vor. Danach soll sie für Tanker gesperrt werden, die Öl in Länder transportieren wollen, die Sanktionen gegen die Islamische Republik mittragen.

Kommentar von crash-news.com:

Während des Aufmarsches der US-Truppen samt ihrem schweren Gerät um den Persischen Golf blieben die Systemmedien weitgehend stumm, doch jetzt wird wieder eifrig getrommelt. Eskaliert die Lage in der Straße von Hormus demnächst tatsächlich oder soll lediglich der Ölpreis wieder in die Höhe getrieben werden? Oder dient das Geschehen einem anderen Zweck?

Laut den Zahlen der Internationalen Energieagentur sank seit Ende 2011 der iranische Ölexport um 40%. Für ein Land wie Iran, welches im großen Stil vom Ölmarkt lebt, ist das freilich ein schwerer Schlag. Kein Wunder also entwickelt sich dort der Wunsch nach drastischen Gegenmaßnahmen, selbst wenn sie zwangsläufig in Richtung Krieg weisen.

Andererseits wissen die Machthaber im Iran auch, dass Obama zwar lautstark droht, doch kann der Noch-Präsident eine derartige kriegerische Eskalation vor den Wahlen in vier Monaten ganz sicher nicht gebrauchen. So hofft Obama eben, durch die Kriegsrhetorik seinerseits den Iran in Schach halten zu können.

Sollte eine Sperrung der Straße von Hormus tatsächlich kommen oder zumindest teilweise, könnte das empfindliche Auswirkungen auf den Ölpreis haben. Zwar haben sich die Ölproduzenten auf den seit 1. Juli geltenden Einfuhrstopp aus dem Iran schon länger eingestellt, aber der psychologische Effekt einer solchen Sperre mit den entsprechenden unklaren Konsequenzen wäre trotzdem erheblich.

Die sowieso schon im starken Abwärtstrend befindliche Weltwirtschaft würde damit den nächsten Schlag erhalten, was sich derzeit eigentlich niemand wünschen würde – es sei denn, jetzt soll der Schalter tatsächlich umgelegt werden. Immerhin kündigte der Eliten-Insider-Kontaktmann Lindsey Williams bereits vor Monaten an, dass der Crash nicht vor Juli beginnen wird – hier wäre jetzt also die Startbahn frei.

Außerdem teilte Williams von seiner Quelle mit, dass vor dem finalen Crash – verursacht durch Zinserhöhung der Fed – mit Währungs- und Handelskriegen zu rechnen sei. Der Fall Hormus dürfte, wenn er weiter eskaliert, durchaus in die Kategorie Handelskrieg passen. Das bereits laufende Embargo gegenüber dem Iran gehört ebenfalls dazu.

Es muss daher nicht zwingend zu einer militärischen Eskalation bis hin zum offenen Krieg mit Iran kommen, zumindest noch nicht in diesem Jahr. Doch möglicherweise steht das laufende Geschehen mit dem nun beginnenden “offiziellen” Crash im Zusammenhang. Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Egal, was auf der politischen Bühne geschieht, es passiert niemals zufällig.

Dass die Presse dieses Thema nun ebenfalls wieder prominent besetzt, obwohl die US-Flugzeugträger seit Monaten im Persischen Golf herumkurven, zeigt zudem, dass die Augen der Öffentlichkeit wieder bewusst dorthin gelenkt werden sollen. Na dann: Anschnallen.

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