Vorsicht Falle: Mit dem Immobilienkredit in den Ruin

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.manager-magazin.de:

Doch in vielen Kauf- und Kreditverträgen schlummern ungeahnte Risiken. Spätestens, wenn die Zinsen steigen, droht Käufern ein böses Erwachen.

[…]

Vor allem in Ballungszentren und Großstädten steigen die Haus- und Wohnungspreise immer weiter an.

[…]

Als größte Gefahr für die Käufer gilt gegenwärtig ein Ereignis, das irgendwann in Zukunft praktisch unausweichlich eintreten wird: Der Anstieg der Zinsen.

[…]

Eine gefährliche Falle, in die nach Beobachtung von Stephan Scharfenorth auch immer mehr unerfahrene Verbraucher und Familien mit kleineren Haushaltseinkommen tappen.

Kommentar von crash-news.com:

Der Jubel über den angeblichen Aufschwung wird immer mehr von negativen Prognosen und der Realität überschattet. Auch die Flucht aus dem Geld, den Aktien und diversen Anlagen hinein in Immobilien als vermeintlich krisensichere Investition wird zunehmend kritisch betrachtet. Doch nicht allein diese Immobilienblase ist gefährlich, sondern jeder Kredit birgt große Gefahr.

Den meisten neuen Kreditschafen ist überhaupt nicht bewusst, dass die extrem niedrigen Zinsen nur von kurzer Dauer sind und fast in jedem Falle spätestens bei einer Anschlussfinanzierung deutlich höhere Zinsen zu berappen sind. Würde der Hypothekenzins von derzeit rund drei Prozent auf sechs steigen, Mitte der Neunziger war das bereits ein niedriger Wert, müsste der Kreditnehmer die doppelten Zinsen jeden Monat aufbringen.

In den wenigsten Fällen allerdings reicht das Einkommen dieser Immobilienschafe schon heute für mehr als den monatlichen Hauszins, das Leasingauto, den finanzierten Großbild-Verblödungsverstärker und den Mitläufer-Lebensstandard – wobei in der Regel die Frau unbedingt mit erwerbstätig sein muss. Doch hier ist nicht einmal mehr der Puffer für eine Verdopplung der heute noch sehr günstigen Lebensmittelpreise vorhanden, geschweige denn für eine entsprechend höhere Kreditbelastung.

Kommt dann noch ein Arbeitsplatzverlust hinzu – besonders in diesen Tagen kurz vor und bald mitten in einer gigantischen Krise – kann von Glück reden, wer nicht gleich das Handtuch werfen muss, sondern noch von irgendwoher finanzielle Hilfe aus der Verwandtschaft erhält. Aber wie lange kann so eine Lösung schon funktionieren?

Wen dann am Ende trotz allem das bittere Schicksal einer Zwangsvollstreckung trifft – jeder Hypothekenvertrag beinhaltet eine solche freiwillige Unterwerfung -, der sollte nicht davon ausgehen, seine „eigenen“ vier Wände noch mit Gewinn losschlagen zu können. Das mag derzeit vielleicht funktionieren, aber wie lange noch? Sobald die Bankenwelt zusammengebrochen sein wird und die Zinsen ansteigen, werden die Preise für das Beton-Investment ins Bodenlose fallen. Ein Blick nach Irland, Spanien oder die USA müsste eigentlich lehrreich genug sein.

Auch die zur Schuldentilgung vermeintlich hilfreiche hohe Inflation oder gar Hyperinflation wird den Kreditsklaven nicht retten, weil er bereits während des steilen Preisanstiegs bei allen lebensnotwendigen Gütern und Energie pleite gehen wird. Ebenso werden die Banken nicht tatenlos zusehen, wie die Immobilienpreise in den Boden rauschen, sondern den geplagten Hausbesitzer schon lange vorher mit einer Aufforderung zur Erhöhung seiner Tilgungssicherheiten überraschen.

Wer derzeit schuldenfrei ist, sollte es auch unbedingt bleiben und sich nicht von den niedrigen Zinsen verführen lassen. Ein Kredit mit Niedrigzinsen bleibt trotzdem ein Kredit und macht den Schuldner abhängig von seinen Gläubigern. Nur wer ohne Schulden ist, kann tendenziell unabhängig werden.

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