Ost gegen West – Große Militärmanöver im Pazifik

Gabi Eder / pixelio.de

Zitat von www.sueddeutsche.de:

Vor wenigen Tagen ist in Wladiwostok der Raketenkreuzer Warjag in See gestochen und hat Kurs auf das Gelbe Meer genommen, begleitet von einigen Kampfschiffen der russischen Pazifikflotte. Sieben Jahre nach dem ersten russisch-chinesischen Großmanöver haben sich die beiden Nachbarstaaten wieder zu einer vergleichbar großen Militärübung verabredet.

[…]

Wenn Russland und China mit ihrem Manöver in der nächsten Woche beginnen, dürfte ein gehöriges Getümmel herrschen in den Pazifikgewässern. Denn bereits in dieser Woche starteten auch die USA gemeinsam mit den Philippinen eine militärische Übung, an der sich zudem Japan, Australien und Südkorea beteiligen.

Kommentar von crash-news.com:

Offiziell haben beide Manöver den „Kampf gegen Terror und Piraterie“ zum Ziel. Welch lustiger Zufall – und daher nicht im Geringsten glaubwürdig. Andererseits, es kommt lediglich auf die Definition an, was darunter verstanden wird. In keinem Fall ist das Geschehen jedenfalls ein gutes Omen, denn schon wieder stehen dieselben verbündeten Parteien dem jeweiligen Feind gegenüber.

Natürlich erkennt bereits ein Blinder, dass mit „Terror und Piraterie“ nicht al-Qaida und die Somalischen Schiffskaperer gemeint sind. Die USA verstehen darunter „Schurkenstaaten“ wie den Iran samt dessen schützenden Mächte. Russland und China wiederum sehen in den USA einen Terroristen, welcher ohne Anlass ein scheinbar friedliches Land wie den Iran bedroht.

Gleichzeitig beginnt ein weltweites Säbelwetzen der Machtgiganten, um sich in die beste Position zur Verteidigung bzw. Eroberung von großen Öl- und Gasressourcen im Pazifik zu sichern. Moderner Imperialismus getarnt als Übung, um dem jeweils anderen die eigenen eisernen Muskeln und den berechtigten Anspruch auf die Rohstoffe klar zu demonstrieren.

Nachdem die USA über Jahrzehnte hinweg der selbsternannte Herrscher der Welt waren und Russland seit dem Zerfall der UdSSR scheinbar keine reale Bedrohung mehr darstellte, beginnt nun China damit, den USA die bisherige Machtposition streitig zu machen. Beide sind allerdings stark voneinander abhängig, was die Sache noch verkompliziert.

Neben der Möglichkeit eines neuen kalten Krieges, der sich daraus entwickeln könnte, besteht allerdings auch die Gefahr eines äußerst heißen Konfliktes, weil sowohl die USA als auch China vor einer wirtschaftlichen Katastrophe stehen. Vielleicht wird in diesen Ländern an manchen Stellen bereits für den Fall vorgesorgt, dass es nach einem weltweiten Crash sowieso nichts mehr zu verlieren gibt und Krieg der letzte Ausweg aus dem Kollaps sein könnte.

Schön wäre es, wenn diese Manöver einfach nur völlig zufällige Ereignisse ohne tiefere Hintergründe wären, aber die Wahrscheinlichkeit dafür liegt quasi bei Null. Machen wir uns nichts vor: Dieser Krieg im Nahen Osten wird kommen und er hat das Potenzial, die ganze Welt mit hineinzuziehen. Anders sind derartige Zeichen eines Vorkriegsgeplänkels nicht mehr zu deuten.

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