Irre Organspende: Meine Niere gab ich her für iPhone und iPad

FreeImages.com/B S K

Zitat von www.n24.de:

Ein chinesischer Jugendlicher hat eine Niere verkauft, um sich ein iPad und ein iPhone kaufen zu können.

[…]

Einer der Angeklagten habe wegen seiner Spielschulden mit der Suche nach Organspendern begonnen. Er habe einen seiner Mitangeklagten angewiesen, in Chat-Räumen im Internet nach potenziellen Kandidaten zu suchen, und einen anderen mit der Anmietung des OPs beauftragt, berichtete Xinhua weiter.

[…]

Im März hatte die Zeitung „Southern Daily“ berichtet, dass eine Reihe von Chinesen Organe verkauft hätten – oder dies ernsthaft in Erwägung ziehen würden -, um Spielschulden, ein neues Smartphone oder eine Abtreibung für ihre Freundin zu bezahlen.

Kommentar von crash-news.com:

Konsum und Schulden bestimmen inzwischen maßgeblich das Leben des Durchschnittsbürgers. Waren es früher nur das Eigenheim, später dann der neue Wagen, so werden heute mitunter schon einfache Möbel per Kredit finanziert. Doch selbst das wurde längst übertrumpft, denn auch Elektronikspielzeug und der HD-Verblödungsverstärker werden mittlerweile abgestottert. Warum also nicht den eigenen Körper sprichwörtlich verkaufen?

Es ist nicht neu, dass mancherorts auf der Welt verzweifelte Menschen aus ihrer Geldnot heraus sogar ihre eigenen Kinder als Arbeitssklaven hergeben müssen. Andere landen in der Prostitution oder verkaufen im schlimmsten Fall verzichtbare Körperorgane. Doch dass dies nicht aus Sorge um das eigene Überleben geschieht, sondern um sich noch mehr Konsum leisten zu können, ist eine bedenkliche neue Entwicklung.

Die Marketingexperten von Apple können sich wahrhaftig gratulieren, Menschen derart mit ihren überflüssigen, teuren und spionierenden Produkten manipulieren zu können, dass sich darunter sogar derartige Extremfälle wiederfinden. Auf der anderen Seite zeigt sich, wie sehr es vielen im Leben nur noch um Konsum um jeden Preis geht und sie dafür im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur ihr letztes Hemd, sondern Teile ihre Körpers eintauschen. Doch wie oft kann sich der Jugendliche noch ein neues iPhone leisten mit seiner verbliebenen Niere?

Dekadenz ist immer steigerbar, selbst wenn wir in diesem oder jenen Fall schon oft das Gefühl hatten, jetzt ist definitiv und endgültig der Gipfel des Wahnsinns erreicht. Einerseits ist es verrückt, zu welchem Irrsinn die Menschen ohne jede Notwendigkeit getrieben werden können, andererseits ist dies traurig und erschreckend, denn damit stehen Tür und Tor offen für noch viel Schlimmeres.

Der heutige Körper- und Wellnesskult, das extreme Überbetonen der Gesundheit und der Versuch des Erhalts des Lebens um jeden Preis setzen die falschen Schwerpunkte. Wer dem hiesigen Leben zuviel Aufmerksamkeit widmet, vergisst, dass es da noch etwas anderes gibt, woraufhin es sich zu leben lohnt. Die Menschen sollten darauf achten, vor lauter Konsumrausch nicht den Eintritt in die Ewigkeit zu verpassen, denn die Pforte ist schmal und iPhones müssen hier bleiben.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on VKEmail this to someonePrint this page

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Das könnte Sie auch interessieren:

Ratz-FAZ gekündigt: Erst die Leser, danach die Auftragsschreiberlinge In der Medienbranche herrscht Krisenstimmung, weil die Auflagen seit Jahren stetig sinken. Ein Grund...
BKA warnt: Wir stehen im Fokus islamischen Terrors und wollen nichts dagegen tun BKA-Chef Holger Münch beklagt schwere Mängel der Sicherheitsbehörden in Punkto Personal und Technik ...
Raub per „Vorsorge-Lüge“: Die Rente ist sicher ein Verlustgeschäft "Die Rente ist sicher" ist der wohl bekannteste Spruch aus der politischen Karriere von Norbert Blüm...
Handy-Spar-Tarif - Endlos günstig, gut fürs Smartphone 9 Cent pro Minute in alle dt. Netze
9 Cent pro SMS in alle dt. Netze
Kostenlose Mailbox
Jetzt Energiekosten senken Mit Verivox vergleichen Sie kostenlos alle Energieanbieter in Deutschland. Sparen auch Sie bis zu 500 Euro und mehr pro Jahr.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*