Inflationsangst: Sparen ist derzeit keine Alternative zum Konsumieren

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.morgenpost.de:

«Das hat vor allem damit zu tun, dass aufgrund der Benzinpreisentwicklung, die zuletzt Rekordstände erreicht hat, die Inflationssorgen wieder größer geworden sind» […]. Die Verbraucher befürchteten zudem auch bei anderen Produkten Preiserhöhungen – und bangten angesichts einer Februar-Inflationsrate von 2,3 Prozent um ihren finanziellen Spielraum.

[…]

Die Spritpreise spielen für den Konsum seit jeher eine besondere Rolle.

[…]

Um 17 Prozent ist der Importpreis für Erdöl binnen Jahresfrist teuerer geworden. Erdgas legte bis Februar um fast 21 Prozent, die Mineralölpreise um 19 Prozent zu […].

[…]

Wer den Verlust seines Jobs nicht fürchte, habe Planungssicherheit auch für einen teureren und womöglich kreditfinanzierten Neuerwerb.

Kommentar von crash-news.com:

Kaum scheint die Griechenland-Pleite vorerst abgewendet, geht der kreditfinanzierte Konsum wie gehabt weiter. Jetzt ist ja schließlich alles wieder in Ordnung. Zwar drückt der hohe Spritpreis auf die ansonsten gute Stimmung, doch solange der Sklavendienst noch immer mehr abwirft, als die Kutsche auf dem Weg dorthin im Monat kostet, wird das Spiel natürlich fortgesetzt.

Der Ausdruck Planungssicherheit bringt es auf den Punkt: Wer nämlich glaubt, auch in Zukunft noch einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, der verschuldet sich einfach, um sich etwas zu gönnen, zu leisten, was er sich eigentlich gar nicht leisten kann. Dabei weiß der typische Arbeitnehmer natürlich nicht, ob er auch im nächsten Jahr noch unverändert in Lohn und Brot steht, denn Zeiten ändern sich bekanntlich.

Sei’s drum, die Zinsen sind historisch niedrig, das Geld auf der Bank sowieso nicht wirklich sicher und die Inflation frisst das bisschen Sparvermögen auch noch beizeiten auf. Also raus mit der Kohle, solange es noch etwas „Werthaltiges“ dafür gibt. Ein allgemeiner Trugschluss allerdings sind Immobilien als werthaltige Investitionen. Selbst Barzahler, die den Kredit mit seiner gefährlichen Zwangsvollstreckungs-Unterwerfung vermeiden können, vernichten in Wirklichkeit bereits beim Kauf einer Immobilie den größten Teil ihrer vermeintlichen Investition.

Noch dümmer sind die in vorauseilendem Gehorsam dämmenden Hausherren. Wer seine vier Wände in eine teure Schimmelbude verwandeln und Jahre später schon wieder mit der Sanierung von vorne beginnen will, der packt sein Haus jetzt brav in brandgefährliches Styropor und lässt es nassschwitzen, bis der marode Putz von den Wänden fällt. Energie wird dabei zwar keine gespart, aber wer in politisch korrekter Manier dämmt, schindet wenigstens vorübergehend ökologisch nachhaltigen Eindruck bei den Nachbarn.

Es ist traurig. Außer Konsum ohne Grenzen scheinen die meisten Menschen heute nichts mehr zu kennen. Sie vertrauen blind auf den Staat, auf Versicherungen und Banken, in der Hoffnung, ihr Vermögen sicher angelegt zu haben, die Schulden auf ewig weiter finanzieren zu können und später eine ansehnliche Rente zu bekommen. Früher wusste jedes Kind, dass Sparen wichtig ist. Heute sind oft schon Jugendliche verschuldet.

Wie jeder an der aktuellen Situation der Euro-Südländer erkennen könnte, kann sich das Blatt sehr schnell wenden und aus einst absolut sicheren Arbeitsplätzen wird die todsichere Entlassung. Selbst Staatsdiener sollten sich ihrer Sache nicht zu sicher sein, ein Blick nach Griechenland genügt.

Schwimmen Sie daher gegen den Strom und geben Sie stets weniger Geld aus, als sie verdienen – senken Sie lieber Ihren Lebensstandard etwas -, werden sie ihre Schulden los und sichern Sie Ihr Erspartes in Form von Gold und Silber, solange es noch möglich ist.

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on VKEmail this to someonePrint this page

Ein Kommentar

  1. Die Lüge ist mittlerweile so groß, dass sie allmählich eine Fratze bekommt! Dank sei Gott, dass wir (wiedergeborene) auf der richtigen Seite stehen.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*