Gutmenschen zwingen scheinkonsequente Kirche in die Knie

daniel stricker / pixelio.de

Zitat von www.welt.de:

Die katholische Kirche kündigte in Königswinter einer Kita-Erzieherin, weil sie sich von ihrem Mann getrennt hatte. Doch die Elternschaft lief dagegen Sturm.

[…]

Treue bis zum Tod gehöre nun einmal zum kirchlichen Eheverständnis. Diesem moralischen Anspruch seien die Mitarbeiter besonders verpflichtet. Knecht sollte ihre Stelle aufgeben.

[…]

Für die Eltern eine „absurde Entscheidung, fern der Lebenswirklichkeit“. Jede dritte Ehe in Deutschland werde geschieden, sagt Jung.

[…]

Die Stadt ist bereits mit Trägern im Gespräch. Wen die Eltern favorisieren, ist schon klar: „Einen weltoffenen Verein, der weniger dogmatische Maßstäbe an seine Mitarbeiter ansetzt“, sagt Jung. Die Erziehung der Kinder solle auf jeden Fall christlich bleiben – das sei aber auch ohne die katholische Kirche möglich.

Kommentar von crash-news.com:

Auf den ersten Blick scheint es ein vorbildliches Verhalten zu sein, was die katholische Kirche in Königswinter an den Tag legt. Der unübersehbar Gott-fernen „modernen“ Gesellschaft dieser Eltern läuft das Festhalten an traditionellen und christlichen Werten natürlich zuwider, vermutlich, weil sie sich größtenteils selbst angesprochen fühlen. Doch die Kirche verhält sich in Wahrheit ebenfalls nur höchst scheinheilig.

Ein typisches Beispiel aus dem Lehrbuch der Verdrängung von Kirche und christlichem Glauben aus unserer Gesellschaft. In diesem Fall ist es zwar nicht allein die Schuld der üblichen rot-grünen Glaubens-, Gesellschafts- und Kulturzerstörer, aber in Nordrhein-Westfalen wegen der linksgrünen Politik zumindest ein wichtiges Element.

Wer damit argumentiert, die vorliegende Entscheidung seitens der Kirche würde auf Basis von Ferne zur Lebenswirklichkeit gefällt und das müsse sich gefälligst ändern, der befindet sich prinzipiell auf dem Weg in Richtung Legalisierung von sämtlichen Drogen, Kindesmissbrauch, Sterbehilfe, nachgeburtlicher Abtreibung und Straffreiheit bei Mord.

Warum? Weil Abtreibung früher verboten war, heute jedoch legal durchgeführt wird, weil offen praktizierte Homosexualität früher unter Strafe stand, heute jedoch als Musterbeispiel für Toleranz gilt und weil die Bevorzugung der eigenen Familie früher der Normalfall war, heute jedoch als altmodisch und nationalistisch verleumdet wird.

Die Kirche hat daher natürlich prinzipiell Recht, wenn sie sich weigert, dem Zeitgeist nachzugeben und die Auffassung von Ehe weichzuspülen. Entweder die biblischen Regeln haben dauerhaft Gültigkeit oder eben nicht. Eine Anpassung, freie Interpretation oder völlige Streichung kommt automatisch einem Hochverrat des eigenen Fundamentes gleich.

Das sture Beharren der Katholiken darf hier jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Kirche in diesem Fall trotzdem nur rein oberflächlich „christlich“ verhält, wenn sie auf die Einhaltung des Ehebruch-Verbots pocht. Wäre sie wirklich konsequent dem Wort Gottes unterworfen, gäbe es die katholische Kirche gar nicht mehr, denn sie verstößt schon seit jeher gegen ein wesentliches Gebot und leistet sich noch etliches andere, höchst Verwerfliche mehr.

Worauf berufen sich die Katholiken im vorliegenden Fall denn eigentlich? Auf das sechste der Zehn Gebote, das Ehebruchsverbot. Moment mal, wieso eigentlich das sechste Gebot? Wer es selbst nachliest kommt auf die Zahl sieben. Der Grund: Die katholische Kirche hat das zweite Gebot, das Bildnisverbot, ersatzlos gestrichen, wie jeder Besuch eines mit Bildern und Figuren geradezu vollgepackten katholischen Kirchengebäudes beweist. Katholizismus ist nichts weiter als ein heidnischer Götzenkult im neuen Gewand.

Warum sollen die Kinder dieses Kindergartens denn überhaupt „christlich“ erzogen werden, wenn damit in Wirklichkeit gemeint ist, sie genau von den damit verbundenen Wertevorstellungen fernzuhalten? Wieviel „christliche“ Inhalte wird wohl ein „weltoffener Verein“ den Kindern als zukünftiger Träger der Tagesstätte noch vermitteln?

Vermutlich wird es wie üblich dem Trend gemäß schön bunt, gegendert, schwul, multikulti und zwangstolerant werden, aber mit Sicherheit keine Verbindung mehr zum Ursprung des christlichen Glaubens geben. Aber Hauptsache der Begriff „christlich“ fällt noch in diesem Zusammenhang, das schickt sich schließlich selbst unter Gutmenschen – noch.

Wer selbst schon einmal sein Kind in einem sogenannten „evangelischen“ oder „katholischen“ Kindergarten untergebracht hatte, weiß, dass es sich in diesen Institutionen mit der Vermittlung christlicher Inhalte sowieso längst in Grenzen hält. Bis auf ein Tischgebet ist in den meisten solchen Kindergärten rein gar nichts mehr davon vorhanden, was hinter dem Christentum in Wahrheit steckt. Der Rest ist vollständig politisch korrekt angepasst und dem dekadenten Zeitgeist unterworfen, um beispielsweise bloß keine Muslime zu beleidigen.

Das wirkliche Christentum finden wir heute in so gut wie keiner Kirche oder Gemeinde mehr, sondern allein im Wort Gottes, der Bibel. Insofern haben die Eltern sogar Recht, dass christliche Erziehung auch ohne die Kirche möglich ist, aber natürlich meinten sie etwas völlig anderes damit.

Im vorliegenden Streit steht also lediglich Scheinheiligkeit gegen geistliche Verwahrlosung, heute besser als Gutmenschlichkeit bekannt. Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern das christliche Abendland zerstört nachhaltig seine Wurzeln und merkt es nicht einmal.

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2 Kommentare

  1. Auch die Katholische Kirche kann auf Dauer den Punktbeschuss von Genderismus, Ökowahn, Islamisierung und den ganzen weltlichen Zeitgeistdingen nicht aushalten! Sie hat sich schon viel zu sehr vereinnahmen lassen, war viel zu passiv bei diesen Anfängen vor 30-40 Jahren und hat es versäumt rechtzeitig“Schach“ zu sagen!Selbstverständlich hat die Katholische Kirche nicht mehr viel mit der ursprünglichen Christenlehre gemeinsam, aber sie hatte zumindest ein eindeutiges Wertesystem hinterlegt, welches unsere Kultur signifikant geprägt hatte.
    Je mehr sich die Kirchen nun verweltlichen lassen, um so empfindlicher sind sie gegenüber geistiger Sabotage, Zersetzung und Politischem Gutmenschentaktieren.
    Dieses kann man besonders gut an der Evangelischen Kirche sehen, sie ist mittlerweile eine Ökosekte geworden, absolut vereinnahmt von Grünen, Kernkraftgegnern und Homophoben. -Mit Christentum hat das nur noch soviel zu tun wie ein Himbeerpudding mit einem LKW.

  2. Die katholische Kirche, der Vatikan, hat mit dem wahren Christentum absolut nichts zu tun. Sie ist eine reine politische Machtwelt-organisation, die lediglich unter dem Mantel des „Chrsitentums“ und Glaubens agiert. Denn so kann sie perfekt verschleiern und tarnen, wer und was sie eigentlich ist. Diese Organisation hat, neben zahllosen anderen Untaten, unzählige Kriege angezettelt, gefördert, gefordert während ihres besiherigen Bestehens. Zuletzt Weltkriege Eins und Zwei. Sie hat in jüngster Zeit Diktatoren in den Sattel verholfen, da diese deshalb versprachen, den Katholizismus mit allen Mitteln zu stärken. Dazu gehören u.a. Hitler, Mussolini, Franco… Nachzulesen u.a. bei Karlheinz Deschner „Mit Gott und dem Führer“, Kiepenheuer & Witsch Verlag.

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