USA bekennen Farbe: Luftangriff auf Syrien gefordert

Gabi Eder / pixelio.de

Zitat von www.manager-magazin.de:

Ein Luftangriff sei “der einzig realistische Weg”, um dort das “Gemetzel zu stoppen und unschuldige Leben zu retten”, sagte John McCain amerikanischen Medienberichten zufolge im US-Senat.

Mit dem militärischen Eingreifen, angeführt von den USA, solle die syrische Opposition unterstützt werden, forderte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner von 2008.

[…]

McCain hatte bereits im Februar Waffenlieferungen an die Oppositionellen gefordert. Die US-Regierung lehnt bislang ein gewaltsames Vorgehen gegen Syrien ab.

Kommentar von crash-news.com:

Das ist neu: Die konkrete Forderung von Luftangriffen gegen Syrien seitens der USA läutet eine weitere Runde in diesem Konflikt ein. Und klar: Bei Luftangriffen lassen sich besonders leicht die beiden Parteien am Boden voneinander unterscheiden und es werden selbstverständlich immer nur die richtigen getroffen.

McCains Kriegsaufruf ist bezeichnend und durchschaubar. Denn welchen Sinn ergibt die Argumentation, Gemetzel durch noch mehr Gemetzel beenden zu wollen? Keinen natürlich, aber es dient ganz bestimmten Interessen. Weil die Opposition in Syrien nicht wirklich mit ihrem Kampf gegen das “böse Regime von Präsident Assad” vorankommt, soll die Sache nun offenbar etwas beschleunigt werden.

Wer ist eigentlich diese ominöse “Opposition”, wie sie von sämtlichen Medien immer nur anonym bezeichnet wird? Es ist die Muslimbruderschaft, so ziemlich die einflussreichste islamische Bewegung in der arabischen Welt. Hierbei handelt es sich um teilweise radikale und fundamentalistische, aber auch scheinbar “demokratisch” orientierte Moslems, um bei der üblichen Wortwahl der Massenmedien zu bleiben.

Vordergründig gibt sich die Muslimbruderschaft zwar offen, doch noch vor wenigen Jahrzehnten waren der Dschihad, die Einführung der Scharia und eine Kampfansage gegen den dekadenten Westen ausdrücklich ihr Programm. Wer glaubt, dass dieser vermeintliche Wandel einen moderaten Islam zur Folge hat, tappt allerdings in die – beabsichtigte – Falle.

Ob diese Zusammenhänge der Grund für das mediale Ausweichmanöver auf den neutralen Begriff “Opposition” sind? Doch warum wollen der Westen und ausgerechnet die USA einer derartigen Gruppierung an die Macht verhelfen, wie sie es schon in Ägypten und Libyen taten? Widerspricht das nicht vollständig dem offiziellen Dogma des “Kampfs gegen den islamistischen Terror”?

Unweigerlich rümpft der kritische Bürger die Nase, denn der gesamte arabische Frühling stinkt zum Himmel vor Lügen und Inszenierung. Welche Absicht hier unter anderem durchscheint, ist die Bildung einer Front zwischen sunnitischen und schiitischen Moslems. Der Einfluss des schiitisches Iran mit seinem verlängerten Arm Syrien soll offensichtlich durch die Stärkung der Muslimbruderschaft aus Syrien zurückgedrängt werden.

Für biblische Beobachter birgt das sich erneut zuspitzende Geschehen in Syrien mehr als nur die übliche Kriegstreiberei:

Die Last über Damaskus: Siehe, Damaskus hört auf, eine Stadt zu sein, und wird zu einer verfallenen Ruine. Jesaja 17,1

Damaskus ist mutlos geworden; es hat sich zur Flucht gewandt, Zittern hat es befallen, Angst und Wehen haben es ergriffen wie eine, die gebären soll. Wie? Ist sie nicht verlassen, die gepriesene Stadt, die Burg meiner Wonne? Darum wird ihre junge Mannschaft in ihren Straßen fallen, und alle Kriegsleute sollen an jenem Tag umkommen, spricht der Herr der Heerscharen; und ich will ein Feuer anzünden in den Mauern von Damaskus, das soll die Paläste Benhadads verzehren! Jeremia 49,24-27

Vermutlich hängt das jüngste dubiose Rückzugsmanöver der US-Militärs in Sachen Iran auch damit zusammen, dass Syrien noch immer nicht dort ist, wo es laut Plan schon längst sein sollte, nämlich in einer “demokratisierten” Phase und ohne den bisherigen Staatschef Assad. Wir werden bald sehen, wie die Kriegstreiberei weitergeht.

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on VKEmail this to someonePrint this page

Ein Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*