Ist der Kapitalismus tatsächlich schuld an der Krise?

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.derwesten.de:

Deutsche Top-Manager plädieren angesichts der Auswüchse des Finanzkapitalismus für die stärkere Beachtung der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. „Der Kapitalismus erlebt eine echte Krise.

[…]

„Und wenn etwas schiefgeht, muss der Staat, also der Steuerzahler, einspringen. Das führte zu einem Vertrauensverlust gegenüber der gesamten Finanzwirtschaft.“.

[…]

Daraus aber die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das Wirtschaftssystem grundsätzlich verkehrt sei, sei grundfalsch. Es gebe kein besseres System als das Modell der sozialen Marktwirtschaft.

Kommentar von crash-news.com:

Nur weil diese selbsternannten Wirtschafts-„Experten“ hohe Führungspositionen in diversen Konzernen erlangt haben, bedeutet dies nicht automatisch ihre fachliche Qualifikation. Inwieweit unser System heute nämlich überhaupt noch als „kapitalistisch“ bezeichnet werden kann, ist mehr als fraglich, denn Umverteilung hat mit Kapitalismus nichts zu tun.

Doch ohne Umverteilung funktioniert hier nichts mehr, rein gar nicht. Ein typischer Angestellter aus der oberen Mittelschicht zahlt unter dem Strich zwischen 70 und 85% Steuern auf sein Einkommen, sämtliche direkten und indirekten grob mit eingerechnet. Diese Summen verleibt sich der Staat erst einmal in sein Säckel ein, finanziert damit einen ungeheuren Umverteilungsapparat und zahlt am Ende einen kleinen Teil dieser gesetzlich legitimierten Diebesbeute wieder an die Bürger aus – das meiste davon an ganz andere Leute.

Echt kapitalistisch laufen heute höchstens noch Finanzgeschäfte der Hochfinanz ab, aber auch hier steht der Sozialismus Gewehr bei Fuß, um der Bankenwelt bei Bedarf ihre Verluste brav zu finanzieren.Immerhin diesen Missstand erkennen die „Experten“, den wahren Kern des Finanzsystems und damit die eigentliche Ursache des dafür notwendigen immerwährenden Wachstums verstehen sie ganz offensichtlich nicht.

Insofern ist es vollkommen absurd, den Kapitalismus als gescheitert zu betrachten, denn wir haben faktisch gar keinen. Noch unsinniger ist jedoch die Behauptung, es gäbe zur sozialen Marktwirtschaft keine Alternative, denn über welche Systeme wurde denn bislang überhaupt jemals offen diskutiert?

Diese Leute kennen offenbar nur links oder rechts, Sozialismus oder Kapitalismus. Dass es außerhalb dieser Hegelschen Dialektik quer dazu völlig andere Modelle geben könnte, vor allem ohne eine Geldsystem mit eingebautem Fehler, wird überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Damit sind freilich auch nicht die stets gleichen Vorschläge seitens der Systemkritiker gemeint, denn jene sind fast durch die Bank tief sozialistisch.

Als Beispiel sei hier nur das vielgelobte „bedingungslose Grundeinkommen“ genannt. Wenn das kein reinrassiger Sozialismus ist, was dann? Seltsamerweise scheinen die meisten Leute nicht zu erkennen, was hier jeweils dahintersteckt. Vielleicht liegt es daran, dass viele von ihnen selbst Transferleistungsempfänger sind und meinen, dies könne tatsächlich auf Dauer und ohne jegliche Gegenleistung funktionieren. Eine äußerst irrige Annahme.

Es soll hier jetzt gar nicht darum gehen, den Kapitalismus schön zu reden. Allerdings ist die Gefahr derzeit extrem groß, dass wegen des angeblich gescheiterten – jedoch real nicht existierenden – Kapitalismus nun eine Art offizieller Schwenk in Richtung Sozialismus propagiert wird. Ist die Geschichte des Ostblocks etwa schon vergessen? Obwohl wir noch heute den Solidaritätszuschlag brav bezahlen?

Bei dieser kommenden linken Propagierung muss es sich freilich um ein getarntes Modell handeln, denn die Bürger im Westen können wohl kaum mit einer neuen DDR oder UdSSR gelockt werden, zumindest die Verpackung muss sich davon deutlich unterscheiden. Was hier später aus dem Hut gezaubert wird, wissen wir noch nicht, aber es wird nichts weniger als die perfekte, weltweite Gleichmachung und allumfassende Umverteilung werden. Als vermeintlicher Grund wird der Weltfrieden dienen.

Insbesondere nach einem allmählich oder plötzlichen Crash, welcher Hunger, Krieg und Elend bringen wird, dürfte es ein Leichtes sein, die Menschen für ein neues, vermeintlich „endlich gerechtes“ System zu begeistern. Der Schuldige jedenfalls steht heute schon fest: Es ist der böse Kapitalismus. Und genau das ist wieder einmal eine Lüge.

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Ein Kommentar

  1. Liebe Leser, liebe Redaktion !

    An der Stelle könnte ich mich kurz fassen, habe Gott sei Dank, bei vollem
    Bewußtsein beide Systeme im Schlechten sowie Gutem erlebt.
    Was sich nun abspielt, ist das Gleiche wie in den letzten Tagen der DDR.
    Auch wenn es Viele nicht wahr haben wollen und glauben dass dieses
    System über den Dingen steht, bescheinige ich, als mittlerweilen alter
    Unternehmer dass die Leute völlig daneben liegen.
    Die Luft zum Leben wird uns mit Antritt jeder Koalitionsriege erneut
    genommen, laut dem Wahlversprechen „ vor der wahl ist nicht nach der wahl, danke für soviel Vertauen was man danach für Politiker übrig
    behält. Man trägt sich mittlerweilen mit dem Gedanken diese Land
    zu verlassen; da es wenig Zweck hat über Vernuft mit diesen Verbrechern zu sprechen. Sollen Sie sich doch am Ende Ihre Ehrengelder sonst wo hohlen. HIER IST ALLES ZU SPÄT !!!
    Verlogene und verstrikte Bande.

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