Eskalation im Nahen Osten: Wer ist das Zünglein an der Waage?

Gabi Eder / pixelio.de

Zitat von www.handelsblatt.com:

Die Lage in Israel ist bedrohlich. Spannungen im Nahen Osten könnten schnell außer Kontrolle geraten.

[…]

Seit 1948, dem Gründungsjahr des jüdischen Staates, war die Lage Israels selten bedrohlicher als jetzt. Die arabischen Revolutionen haben die strategische Position Israels grundlegend verändert.

[…]

Zu Israels Ungunsten verläuft auch die politische Entwicklung bei den Palästinensern. […] Das sind nicht leere Drohungen.

[…]

Existenzgefährdend sind für Israel vor allem die Fortschritte Irans bei der Entwicklung der Atombombe. […] Aber die Drohungen des iranischen Präsidenten, Israel von der Landkarte auszulöschen, sind ernst zu nehmen.

Kommentar von crash-news.com:

Israel sieht sich insbesondere durch die Folgen des arabischen Frühlings immer stärker unter Beschuss. Zur Zeit noch meist verbal, allerdings spitzt sich die Lage an sämtlichen potenziellen Fronten stetig zu.

Genauso wie bei Ägypten zeigt sich nun bei Syrien, dass die diktatorischen Regimes trotz allem gewissermaßen ein Garant für Frieden im Nahen Osten waren. Unter Frieden verstehen wir üblicherweise jedoch etwas anderes als die gewaltsame Unterdrückung von Krieg. Doch selbst dieser Zustand löst sich dort unten gerade in Wohlgefälligkeit auf.

Wenn zudem der syrische Staatschef Assad weiter in die Enge getrieben wird, könnte sein letzter Ausweg ein Angriff auf Israel sein. Ein Sturz Assads bedeutet wiederum automatisch eine Machtausweitung der Muslim-Bruderschaft. Der radikale Islam wird dann nicht nur mehr allein im Untergrund herrschen, sondern auch offiziell die Macht übernehmen, wie bereits in der gesamten Region zu erkennen ist. Was daraus an Islam-internen und externen Konflikten resultiert, ist noch gar nicht abzusehen.

Parallel zu den Spannungen vor Ort laufen weltweit zusätzliche Provokationen. Israelische Botschafter und Politiker wurden derzeit wiederholt Opfer von Anschlägen oder konnten diese im letzten Moment vereiteln. Die Geduld der sich gegenüberstehenden Parteien wird hier auf eine harte Probe gestellt.

Solange nur von Krieg geredet wird, sehen viele eine militärische Eskalation weniger wahrscheinlich, weil anzunehmen ist, dass von den strategischen Plänen des israelischen Militärs mit Sicherheit nichts an die Öffentlichkeit gerät. Trotzdem fehlt wahrlich nicht viel, um die äußerst kurze Lunte zu entzünden und das Nah-Ost-Pulverfass endgültig zur Explosion zu bringen.

Besonders gefährlich an der Situation ist die mögliche Ausbreitung des Konflikts in sämtliche Richtungen, denn niemand weiß wirklich, inwieweit beispielsweise Russland und China ihren Ankündigungen zur Unterstützung des Iran Taten folgen lassen werden. Auch ein daraus resultierender Ölpreisschock kann weltweit für zusätzliche Verwerfungen führen, die wir derzeit noch gar nicht im Blickfeld haben.

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2 Kommentare

  1. Ich kann den “Frühling” nicht mehr lesen

    Tschuldigung, solche Artikel bringen nichts neues

    Wahrscheinlich wird sich die USA im Mai `12 “melden”

    – eher Israel früher

    Warten wir es doch einfach ab

    Pastor Johannes Matutis/Berlin meinte im Frühjahr `11

    es wird das Schicksalsjahr werden Passiert ist “es” bisher nicht

    2012 könnte es soweit sein Wir sehen es, wir lesen es, wir spüren es

    Erinnert sei an die Rede vom russischen Michail in München 2011

  2. bei euch ist israel immer der unschuldsknabe,überdenkt doch mal die wirkliche geschichte israels,gutes buch eines israelischen journalisten,illan papan*die ethnische säuberung palestinas*weiss, kommt dann immer gleich die nazikeule und antisemitismus vorwürfe,aber wenn sich politik nur über den glauben definiert,das selbe bei den islamisten,mir gehts um die politik und nicht um eine glaubensfrage

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