Euroland ist abgebrannt: Rezession greift um sich

Dieter Schütz / pixelio.de

Bild von www.abendblatt.de:

Europas Wirtschaft ächzt unter der Schuldenkrise. Ende 2011 sank erstmals seit zweieinhalb Jahren die Wirtschaftsleistung in den 17 Euro-Ländern. Das zum Sparen gezwungene Italien und die Niederlande rutschten im vierten Quartal in die Rezession. Einige Volkswirte warnen wegen der anhaltenden Unsicherheit vor einem konjunkturellen Absturz des gesamten Euro-Raums.

[…]

Die Ökonomen der Allianz trauen auch dem Euro-Raum eine Gesundung zu. Im Gesamtjahr dürfte es zu keinem Schrumpfen der Wirtschaft in der Währungsunion kommen, schreiben die Experten – „vorausgesetzt, dass die Turbulenzen um die Schuldenkrise allmählich abklingen“.

Kommentar von crash-news.com:

Die meisten dieser Ökonomen gehen immer noch davon aus, wir befinden uns in einer der üblichen Wachstumsdellen der Wirtschaft und früher oder später gehe es wieder aufwärts – so wie gewohnt. Von einem „Abklingen“ der Schuldenkrisen kann jedoch beim besten Willen nicht die Rede sein.

Für unvoreingenommene Beobachter der Situation ist es vollkommen logisch, warum es dieses Mal nicht wie schon so oft ablaufen wird, denn welche der bekannten Probleme wurden inzwischen gelöst? Richtig, keine. Stattdessen wachsen die Schulden in exponentieller Geschwindigkeit weiter.

Über die Druckerpressen der Zentralbanken wird versucht, die Defizite von Banken und Staaten mit zusätzlichen riesigen Geldbeträgen zu beseitigen. Das Problem dabei: Unser Geldsystem ist ein Schuldgeldsystem und um Schulden zu beseitigen, müssen auch immer dieselben Beträge an Guthaben gelöscht werden.

Darum haben sich die Regierungen bislang noch erfolgreich drücken können, denn eine sehr erfreuliche Mitteilung an die Bürger wäre die Streichung der Sparguthaben und Altersvorsorge nicht. Doch mit jedem Tag erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, hier eben doch schon bald einen brutalen Schnitt vollziehen zu müssen.

Auch im Falle von Griechenland soll ein solcher Schuldenschnitt helfen, aber natürlich will niemand freiwillig Verluste einstecken müssen. Erfolgt jedoch kein solcher Schritt, gehen wahrscheinlich alle Forderungen der Gläubiger verloren, also gehen sie eben doch darauf ein. Eine echte Zwickmühle.

Schlussendlich gelöst wird damit nichts, lediglich das Ende wird hinausgezögert. Früher oder später läuft es auf einen Neustart des jeweiligen Währungssystems hinaus, welcher mit einer Währungsreform verbunden ist. Noch ahnt die Masse nichts davon, was ihr bevorsteht, obwohl selbst die Systemmedien inzwischen den Begriff häufig verwenden. Vermutlich sind sich die Journalisten selbst nicht im Klaren darüber, welche Konsequenzen das für sie hätte.

Die Eurozone brennt lichterloh, aber die Rettungsfeuerwehr hat es tatsächlich fertiggebracht, dass sich inzwischen alle Betroffenen an den hell lodernden Flammen erfreuen. Mal abwarten, wann die Freude in blankes Entsetzen umschlagen wird.

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