Investoren wappnen sich für das Ende des Euro

FreeImages.com/Walter Groesel

Zitat von www.handelsblatt.com:

Hedge-Fonds spielen derzeit Extremszenarien durch, um sich für den „Worst Case“ zu rüsten und ihre bittere Erkenntnis lautet: Die Folgen eines Zusammenbruchs der Euro-Zone sind nicht kalkulierbar.

[…]

Präzedenzfälle gibt es nicht, nicht einmal der Zusammenbruch von Lehman Brothers 2008 kann als Muster herangezogen werden.

[…]

Ein Aus der Euro-Zone wie wir sie kennen würde alle Vermögensverwalter vor erhebliche Herausforderungen stellen. Die Szenarien, die die Hedge-Fonds durchrechnen, reichen von massiven Einbrüchen am Aktien- oder Ölmarkt bis zu einer Rally beim Goldpreis.

[…]

Und sie holen alte Portfoliostrategien aus D-Mark- und Drachmen-Zeiten aus dem Keller und überlegen, inwieweit diese wieder funktionieren könnten.

Kommentar von crash-news.com:

Für die Investoren und Hedge-Fonds-Manager ist nichts mehr unvorstellbar, sie spielen tatsächlich fast jedes nur denkbare Crash-Szenario durch. Das reicht vom Ausstieg oder der Staatspleite eines Eurolandes bis hin zum totalen Euro-Zusammenbruch.

Immerhin sehen diese Analysten einige der Gefahren und sind zudem durch die Ereignisse der vergangenen fünf Jahre äußerst vorsichtig in bestimmten Bereichen, denn Vieles des bisher linear Planbaren hat inzwischen eine ziemlich unberechenbare Eigendynamik entwickelt und ist mit den üblichen Spekulationsregeln nicht mehr beherrschbar. Beispielsweise können die Anleger nur schwer bis gar nicht abschätzen, welche Währungen es nach einem Crash des Euro plötzlich wieder geben könnte.

Worin sie sich offenbar allesamt irren, ist der Dollar und dessen Stabilität. Zwar rechnen sie beim Euro mit dem Schlimmsten, aber dass der Dollar in Wahrheit nicht weniger schlecht dasteht, scheinen diese “Experten” zu übersehen. Da helfen nämlich dann auch keine CDS, also Kreditausfallversicherungen für Staaten mehr.

Im Grunde bestätigt diese Art von Ahnungslosigkeit und Blindheit nur das, was wir täglich an dem Märkten erleben, denn welcher vernünftige Mensch würde derzeit überhaupt noch einem Euroland Geld leihen? Wer legt schon seinem insolventen Nachbarn mal eben einen Stapel Geld auf den Tisch, obwohl er genau weiß, dass dieser seinen anderen Schuldnern seit Jahren nichts zurückzahlt? Solche Investoren tun das durchaus.

Das Problem ist, es gibt zuviel Geld, welches irgendwie investiert werden will. Diese Profi-Investoren haben jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, das ihnen von Kunden anvertraute Geld einigermaßen “sicher” anzulegen. Sie werden durch bestimmte Regeln und einen fast unerschütterlichen Glauben an das Papiergeldsystem eingeschränkt, können und wollen also nur bedingt in echte Werte investieren. Doch genau das wäre eine sichere Anlage.

Es ist offensichtlich: Das dicke Ende kommt und es kommt schon bald. Was dann wie genau geschehen wird, kann eigentlich niemand voraussagen. Klar ist nur: Es wird böse enden, sehr böse und die Welt finanziell in Schutt und Asche legen. Sind Sie schon auf das Schlimmste vorbereitet?

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