Aufopferungsvoll: Bundespräsident bemüht sich als Audi-Testfahrer

Gerhard Rolinger / pixelio.de

Zitat von www.stern.de:

Die Ermittlungsbehörde in Berlin prüft nach Zeitungsberichten, ob sich Wulff der Vorteilsnahme schuldig gemacht haben könnte. “Es findet bei uns im Hause eine Vorprüfung statt, ob strafbares Verhalten vorliegt”, sagte Oberstaatsanwältin Simone Herbeth der “Berliner Zeitung” und der “Frankfurter Rundschau”.

[…]

Den neuen Zeitungsberichten zufolge durfte das Ehepaar Wulff den Wagen vom Typ Audi Q 3 schon ab Sommer 2011 offenbar kostenlos fahren – Monate bevor das Modell überhaupt zu kaufen war. Die Lieferung sei von der Spitze der Audi AG veranlasst und der sonst noch nirgends erhältliche Wagen dem Ehepaar Wulff als “Vorserienmodell” zu Promotion-Zwecken zur Verfügung gestellt worden.

Kommentar von crash-news.com:

Einmal davon abgesehen, dass es eine Schande ist, wenn sich überhaupt die Staatsanwaltschaft mit den Machenschaften des eigenen Bundespräsidenten beschäftigen muss, ist es eine noch viel größere Schande, wenn dies gleich mehrfach geschieht. Selbst mancher Schwerverbrecher kommt nicht zu einer solch zweifelhaften Ehre.

Die Staatsanwaltschaften in Stuttgart, Hannover und Berlin sowie der Landtag in Hannover beschäftigen sich inzwischen mit unserem Bettelpräsidenten, der sich nicht einmal seinen Urlaub selbst finanzieren kann – oder nicht will und sich lieber von reichen Freunden aushalten lässt. Bislang traute sich jedoch noch keine dieser Behörden, drohend den Zeigefinger gegen Wulff zu erheben.

Es ist an sich schon eine Schande, wenn derartige Prüfungen überhaupt stattfinden. Eine noch viel größere Blamage für unser Land jedoch ist die Ignoranz des Noch-Präsidenten, mit welcher er den ebenfalls seit Wochen seitens der Presse laufenden Nachforschungsergebnissen gegenübertritt.

Wirklich kein Tag vergeht, an dem nicht schon wieder eine neue Vorteilnahme ans Licht gezerrt wird. Nicht mal sein Auto scheint Wulff selbst zu bezahlen – werden sein Kleiderschrank eigentlich von Breuninger und sein Kühlschrank von Edeka kostenlos gefüllt?

Dass da noch viel mehr in den riesigen Kellergewölben des hoffentlich Bald-Ex-Präsidenten verborgen lagert, ist anzunehmen. Ob die kurzfristige Entlassung seines eng vertrauten Sprechers Glaeseker in Anbetracht der offensichtlich tiefen und allgegenwärtigen Verstrickungen eine wirklich gute Entscheidung war?

Das Herausreden jedenfalls wird nicht auf Dauer gutgehen, auch wenn Wulff das derzeit zu glauben scheint. Zudem ist nicht davon auszugehen, dass die Presse mit ihren Enthüllungen aufhört, denn diese hat mittlerweile ein regelrechtes Massengrab an Bestechlichkeitsleichen im Tiefgeschoss der Villa Wulff entdeckt.

Dabei ist Wulffs Sesselkleberei nicht unbedingt so daneben, denn er hält damit dieser Demokratur einen Spiegel vor. Im Grunde ist er ein wahrhaft passender Repräsentant für diese unsere tiefkorrupte Bananenrepublik.

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