Wulff-Bauernopfer: Dreiste Zwei-Klassen-Justiz

Gerhard Rolinger / pixelio.de

Zitat von www.rp-online.de:

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am Donnerstag Privat- und Geschäftsräume des entlassenen Bundespräsidenten-Sprechers Olaf Glaeseker durchsucht. Der enge Vertraute von Christian Wulff wird nach Angaben der Anklagebehörde der Bestechlichkeit verdächtigt.

[…]

Aufgrund von Medienberichten und Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass Glaeseker in den Jahren 2007 bis 2009 die Durchführung und Finanzierung des von Schmidt organisierten Nord-Süd-Dialogs “gefällig gefördert” habe, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Als Gegenleistung habe Glaeseker mehrfach unentgeltlich Urlaube in Ferienhäusern von Schmidt gemacht.

Kommentar von crash-news.com:

Es war fast abzusehen, dass Wulffs früherer Sprecher Olaf Glaeseker irgendwann als Bauernopfer herhalten muss, während gerade gestern erst die Stuttgarter Staatsanwaltschaft mitteilen ließ, nicht gegen Christian Wulff zu ermitteln. Es gäbe keine Anhaltspunkte für einen entsprechenden Anfangsverdacht.

Wir müssen eben einsehen, dass es erhebliche Unterschiede gibt zwischen uns, dem banalen Volk auf der einen Seite und den Eliten auf der anderen Seite, egal wie verlogen und dilettantisch sich diese Berufsparasiten auf Staatskosten verhalten mögen. Daher gilt hier:

“Ich Präsident, ich gehöre wie der Islam zu Deutschland, du nur Bürger, du nix, du zahlen und dann gehen.”

An den Vorwürfen gegenüber Glaeseker ist eindeutig die Zwei-Klassen-Justiz der BRD zu erkennen. Während die Presse seit Wochen Wulffs Urlaube auf mögliche Vorteilnahmen hin durchforstete und quasi in jedem Fall fündig wurde sowie die Fakten auf den Tisch legte, genügt bei Olaf Glaeseker bereits der Verdacht einer Vorteilnahme, um gegen ihn vorzugehen.

Vielen Bürgern dürfte es in diesem Moment so vorkommen, als säßen sie im falschen Film. Ein derartig dreistes Vorgehen seitens der Machtelite kennen wir eigentlich nur aus schlechten Hollywood-Filmen oder aus Diktaturen wie China und Nord-Korea. Zumindest der Presse nach.

Dass wir selbst in der größten aller Bananenrepubliken dieser Erde leben, dürfte für viele Menschen eine völlig neue Erfahrung sein. Da nützt es auch nichts, dass inzwischen laut offiziellen Umfragen fast die Hälfte der Bevölkerung den Rücktritt von Christian Wulff fordert.

Vielleicht kommt dieser ja bald, denn sofern es sich hierbei tatsächlich um ein Bauernopfer handelt, wird Glaeseker damit möglicherweise zu einer gefährlichen Waffe gegen Wulff, denn er wäre dumm, den Bundespräsidenten nach dieser offenbar gegen ihn abgekarteten Sache nicht mit in den Abgrund zu reißen. Schließlich dürfte er als sein langjähriger Steigbügelhalter über brisante Details von Wulffs Kredit, seine Urlaube und einiges mehr verfügen.

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2 Kommentare

  1. … wird Glaeseker damit möglicherweise zu einer gefährlichen Waffe gegen Wulff …

    und was ist, wenn er eines schönen Morgens erhängt in seiner Zelle aufgefunden wird?
    Ich weiß, klingt etwas abenteuerlich. Wundern würde es mich in der BananenRepublikDeutschland aber nicht!

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