Staatliche Anti-Inflations-Tricks: Brasilien zeigt, wie es geht

Dieter Schütz / pixelio.de
www.brasilnews.de

Zitat von www.brasilnews.de:

Entfernt wurden deshalb aus dem bisherigen Warenkorb unter anderem Produkte wie der Stockfisch (Bacalhau), die Nähmaschine und das Fassbier. Neu hingegen sind der Lachs, Erdbeeren, DVDs und der Durchlauferhitzer für Duschen in den Warenkorb aufgenommen worden.

[…]

Auch wurden die Gewichtungen, mit der die Waren die Teuerungsrate beeinflussen, innerhalb des Warenkorbes angepasst und so nehmen Produkte des täglichen Konsum und Lebensmittel zukünftig einen kleineren Anteil an der Inflation ein, während beispielsweise Flugreisen und Kosten für das eigene Auto ein größerer Anteil an den Ausgaben der Haushalte beigemessen wird.

Kommentar von crash-news.com:

So einfach funktioniert die Manipulation der Inflationsrate. Produkte des täglichen Bedarfs, Lebensmittel und Energie erhalten einfach eine geringere Gewichtung und reine Konsumprodukte werden dagegen in den Vordergrund der Berechnungen gerückt.

Ob die Bevölkerung diese Umpriorisierung im Durchschnitt wohl genauso nachvollziehen kann, wie es die Regierung vornimmt? Der augenblickliche Trend einer weltweiten Wirtschaftsrezession wird wohl kaum vor Brasilien Halt machen.

Auch die Regierung dieses Landes in Südamerika hat natürlich weitgehend  mit denselben Problemen zu kämpfen, wie die unsrige: Korruption, Vorteilnahme und Manipulation. Gemeint ist natürlich hier wie dort die politische Elite selbst. Dazu gehört auch der Machterhalt und -ausbau um jeden Preis, wofür natürlich die Propaganda als eines der wesentlichen Mittel dient.

Selbst wenn es der Bevölkerung faktisch nicht besser geht, sondern überall die Steuerlast, Arbeitslosigkeit und das große Sparen an Sozialleistungen den kleinen Bürger langsam zu erdrücken droht, so muss zumindest per geschönter Inflation der grassierende Wertverlust der Währungen vertuscht werden.

Ob sich das die Bürger hüben wie drüben noch allzu lange gefallen lassen? Je größer die Lügen, desto größer am Ende auch die Wut der Menschen auf diese Verbrecherbande.

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