Iran-Angriff: Wettrennen zwischen USA und Israel

Gabi Eder / pixelio.de

Zitat von www.n24.de:

Israel fühlt sich besonders bedroht und schließt einen Präventivschlag nicht. Die USA beschwichtigen, haben aber auch Pläne.

[…]

Zugleich ergriffen die USA aber bereits Maßnahmen, um ihre Einrichtungen im Nahen Osten im Falle einer militärischen Eskalation zu schützen, schrieb die Zeitung weiter.

[…]

Diese Aussagen könnten als Hinweis gewertet werden, dass sich Netanjahu noch auf US-Linie befindet. Washington setze darauf, den Sanktionen Zeit zu lassen, schrieb das „Wall Street Journal“.

Kommentar von crash-news.com:

Nach diesen Aussagen und den gestrigen Drohungen von US-Präsident Obama gegenüber dem Iran kann der Beobachter von abseits eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Die USA möchten als erste das Mullah-Regime niederschlagen und den Erfolg eines Sieges anschließend für sich in Anspruch nehmen.

Natürlich, es ist Wahlkampf in den USA. Da gibt es nun mal Träumereien dieser Art. Jedoch ist ein Sieg der USA über den Iran mehr als fragwürdig, denn schon an Afghanistan hat sich die selbsternannte Weltpolizei erfolglos die Zähne ausgebissen und überhoben. Dazu kommt, dass hinter dem Iran auch noch Russland und China mit erhobenem Zeigefinger stehen.

Ob diese Großmächte sich tatsächlich im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran in einen Krieg einmischen würden, ist zumindest ungewiss. Angekündigt haben beide, aus diesem Konflikt gegebenenfalls einen Weltkrieg zu eskalieren. Doch ob ein Präsidentschaftswahlkampf wirklich zu derartigem Wahnsinn auf gut Glück verleiten wird?

Der Iran steht leider keineswegs allein und hilflos da, sondern hat überall auf der Welt kleine bis sehr mächtige Verbündete, sodass die Embargos keine Wunderwaffe sind, um Ahmadinedschad zur Aufgabe zu zwingen. Weder die USA noch Israel dürften real an das glauben, was der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Sachen Sanktionen behauptete.

Wir können nicht hinter die Kulissen schauen und wissen daher nicht, was zwischen sämtlichen Beteiligten möglicherweise heimlich vereinbart wird. Uns wird ein Schauspiel präsentiert, von dem wir nicht einschätzen können, zu welchen Schweinereien die Mächtigen tatsächlich noch in der Lage sein werden. Wir wissen nur eines: Schweinerei ist ihr zweiter Vorname.

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