Jeder zweite Deutsche hat Angst vor einer Währungsreform

Frank Ulbricht / pixelio.de
www.steinbeis-research.de

Zitat von www.steinbeis-research.de:

Aktuell haben 70% der Befragten Angst vor einer steigenden Inflation. Diese Verunsicherung in der Bevölkerung stellt einen grundsätzlichen Treiber für Anlagen in Gold dar. So sind die wichtigsten Gründe für Anlagen in Gold zum einen der Schutz vor Inflation (83%) und zum anderen die Suche nach einer wertstabilen Geldanlage (84%).

[…]

Dass es in den nächsten Jahren zu einer Währungsreform kommen könnte, befürchtet über die Hälfte der befragten Personen. Gerade hier finden sich überdurchschnittlich viele Goldinvestoren.

[…]

Während sich knapp die Hälfte der Deutschen ein Zerbrechen des Euro vorstellen kann, liegt dies für die andere Hälfte außerhalb ihrer Vorstellungskraft.

Kommentar von crash-news.com:

Für diese Studie aus dem Oktober 2011 wurden über 4.200 Personen befragt, wodurch sehr gute repräsentative Ergebnisse erreicht wurden. Bemerkenswert ist, dass mehr als die Hälfte der Befragten Angst vor einer Währungsreform hat, obwohl die Generation schon weitgehend verstorben ist, welche die letzte echte und folgenschwere Währungsreform 1948 hautnah miterlebte.

Genauso verhält es sich mit der Angst vor Inflation. Offensichtlich hat die Vergangenheit hier tiefe Wunden gerissen, sogar über Generationen hinweg. So schlimm es damals war, so gut ist diese Erinnerung, denn sie schützt so manchen Menschen heute vor der drohenden Gefahr.

Auch wenn der Studie nach jeder erwachsene Bürger der BRD rein rechnerisch zwar etwa 100 Gramm Gold besitzt, hat die Mehrheit der Bevölkerung faktisch gar nichts, sondern lediglich ein paar wenige haben ihr Vermögen im großen Stil in sichere Werte umgewandelt.

Gold verkörpert heute im Zeitalter elektronischen Geldes für sehr viele Menschen einen altmodischen Charakter und natürlich “bringt es keine Zinsen”. Dieser dümmliche Spruch ist scheinbar nicht auszurotten. Doch was sind denn Zinsen? Im Grunde verwässert jeder Euro Zins das verzinste Sparvermögen um genau den Betrag, um den es scheinbar steigt. In Wirklichkeit nimmt der Wert des Sparguthaben durch die Zinsen nicht zu, sondern nur sein Betrag erhöht sich.

Der Goldpreis dagegen steigt langfristig betrachtet in genau demselben Maße an, weil sich das Papiergeld immer stärker verdünnt. Ein trivialer Zusammenhang, der aber wegen der gierigen Eurozeichen in den Augen vieler Sparer nicht realisiert wird.

Wer immer noch auf die Versprechungen der Banken und der Politik vertraut, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber vielleicht hilft ja die stetig schnellere Krisenspirale mit, sich doch noch auf das Kommende vorzubereiten, denn es wir der Tag kommen, an dem all das zu spät sein wird.

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