Während der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte heute in zwei Streitfällen christlicher Arbeitnehmer deren Recht auf Religionsfreiheit zwar grundsätzlich – mit Einschränkungen – anerkannt hat, mussten zwei weitere Kläger eine herbe Niederlage einstecken. Das Recht zur Praktizierung des christlichen Glaubens wird zunehmend nur noch unter Auflagen gewährt und steht nun offiziell unter sämtlichen Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsgesetzen.
Nur einer der vier Kläger hat tatsächlich Grund zur Freude: Die Angestellte einer Fluggesellschaft, welche am Check-in-Schalter ihr Kruzifix trug, darf dies auch weiterhin. Ihr wurde damit zumindest das gewährt, was den moslemischen Kopftuchträgerinnen unter ihren Kollegen längst wie selbstverständlich erlaubt ist, wobei der Islam in Großbritannien ja inzwischen eine Art Heimvorteil zu genießen scheint.
Eine ebenfalls auf das Tragen ihres Kruzifixes klagende Krankenschwester darf das Kreuz dagegen nicht offen zeigen. Es bestünde “Verletzungsgefahr”. Diese Begründung könnte kaum fadenscheiniger sein, denn schon jede Brille mit Halteband stellt eine ähnliche Gefahr dar, genauso wie eine Armbanduhr. Außerdem mögen sich diese Richter einmal die Frage stellen, ob denn beispielsweise die Gesichtsverschleierung von moslemischen Autofahrerinnen nicht eine wesentlich größere Gefahr birgt. Doch selbstverständlich stellt sich diese Frage gar nicht, denn sie widersetzt sich der politisch korrekten Doktrin.
Wesentlich dramatischer – und als eindrückliche Warnung vor der weiteren Entwicklung an alle bibeltreuen Christen gerichtet – ist die Niederlage der Standesbeamtin. Sie steht nun vor der Wahl, ihren Arbeitsplatz aufzugeben bzw. dort für andere Dienstaufgaben eingesetzt zu werden – sofern überhaupt möglich – oder der Aufgabe ihrer Arbeitsstelle. Ihren Glauben wird sie sicherlich nicht verleugnen, sonst hätte sie nicht geklagt.
Dasselbe gilt für den Sexualtherapeuten, der es mit seinem Glauben und Gewissen nicht vereinbaren kann, homosexuelle Paare zu betreuen. Er erlitt in seinem Prozess ebenfalls eine eindeutige Niederlage und wird seinen bereits vor Jahren verlorenen Arbeitsplatz wohl nicht mehr aufnehmen können.
Für viele ungläubige Menschen mag es starrsinnig oder unnachgiebig erscheinen, sich “nur” wegen seines Glaubens gegen solche “zeitgemäßen” Zwänge zur Wehr zu setzen. Doch wer sich auf die Bibel beruft, dem bleibt schlussendlich nichts anderes übrig. Im Gegensatz zu den Kirchen und den meisten anderen sogenannten “christlichen” Institutionen bleiben bibeltreue Christen hier konsequent, während sich die großen Organisationen inzwischen längst den üblichen weltlichen Trends angepasst haben.
Warum sich echte Christen diesem Wandel so hartnäckig widersetzen, liegt einfach daran, dass sich die Bibel in ihrer Botschaft schließlich auch nicht verändert, während sich die Kirchen schon immer in jede beliebige Richtung opportunistisch verbogen haben, selbst zugunsten von Diktaturen und wahren Terrorregimen.
Wohin die Reise geht, dürfte nach diesem Urteil offensichtlich sein. Zwar besteht in westlichen Ländern offiziell eine Trennung zwischen Kirche und Staat, doch die Verflechtungen, insbesondere finanzieller und politischer Art, sind groß. Insofern wird mittelfristig wohl jeder Pfarrer und Pastor vor der Frage stehen, Schwule und Lesben in der eigenen Kirche zu trauen oder sie zu verlassen. Die Kirchen als Institutionen werden in den allermeisten Fällen nämlich wie gewohnt einknicken, da sie ansonsten auf ihre vielen staatlichen Vorzüge verzichten müssten.
Wer glaubt, unsere vielgepriesene Demokratie und Freiheit wäre noch existent, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Sozialistische Gleichmacherei steht längst über sämtlichen Werten und hat Moral und das einstige Fundament des christlichen Abendlandes abgelöst. Immer öfter kommt es inzwischen für die Christen unter uns zu der mitunter existenziellen Frage: Beuge ich mich dem übermächtigen System oder verleugne ich meinen christlichen Glauben?
Die Entwicklung ist freilich nur wenig überraschend, denn die Bibel sagt für unsere Zeit voraus:
Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! 2. Timotheus 3,1-5
Und die finale Zuspitzung zur völligen Unterwerfung unter das kommende globale Machtsystem sieht folgendermaßen aus:
Und es bewirkt, daß allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Offenbarung 13,16-17
Wie weit mögen wir wohl noch von diesem Punkt entfernt sein?


So rächt sich, dass sich die Kirchen hurengleich vom Staat haben kaufen lassen. Sie sind nicht mehr frei!
Zwingen kann man Niemanden.
Aber mal was anderes:
Ketten und Armbanduhren sind hier in allen Krankenhäusern für Schwestern verboten !!! Das ist hi8er nichts Neues und war schon vor dem urteil so. Das hat nichts mit dem Glauben zu tun !
Die Schwulenehe ist leztlich ein Witz. Jeder welcher sich psychologischerseits dort etwas auskennt kennt, weiss um deren enorme Promiskuität und *Treueverständniss”. Das suggerierte Bild vom treuen Schwulenpärchen dürfte hier eher die Ausnahme sein- Hierfür die Institution Ehe zu missbrauchen halte ich für unverantwortlich dürfte aber dem gesteuerten Trend einer Pansexualisierung der Gesellschaft entsprechen.
Sie kennen sich gut aus, Hans Reuter.
Psychologischerseits. Es geht aber um juristische Gleichstellung in säkularen Gesellschaften (von beidem sind wir leider weit entfernt)
Lieber Herr Frank T.. Eine juristische Gleichstellung wäre auch ohne Ehe möglich. Auf der anderen Seite frage ich mich, da ich durch meine Arbeit tiefe Einblicke in dieses Milieu erhalten habe und dies meine ich nicht abwertend, was dort eigentlich gleichgestellt werden soll. Nochmals, eine über einen längeren Zeitraum bestehende Beziehung zwischen zwei homosexuellen Männern welche so etwas wie eine Treueverständniss aufweisen dürfte eher die Ausnahme als die Regel sein.