Gesellschaft

Zensur der Gutmenschen: Wann kommt die Kinderbuchverbrennung?

nachrichten.rp-online.de
8
Januar 2013
12:20
Zitat von nachrichten.rp-online.de:
meint dazu:

Und wieder beugt sich ein Autor nach entsprechender “Bearbeitung” der politisch korrekten Zensoren. Ob der betreffende Verlag aus überkorrekter Eigeninitiative oder auf Druck eines Lesers hin reagiert und den fast neunzigjährigen Schriftsteller so lange bearbeitet hat, bis er schließlich in diese Art von “Überarbeitung” seiner Werke eingestimmt hat, wissen wir nicht. Klar ist nur, die Gedankenpolizei wird immer mächtiger.

Anscheinend akzeptieren die Gutmenschen diese Form von Freiheitsberaubung auch ohne jede Widerrede. Die Verwendung politisch korrekter Begriffe sind dem Artikel zufolge nämlich nicht nur selbstauferlegte Verbalzensur, sondern es handelt sich hierbei bereits um regelrechte “Verbote”, denn “man darf” solche Begriffe angeblich gar nicht mehr verwenden. Wurde das Grundgesetz diesbezüglich etwa schon geändert?

Die Scheinheiligkeit und Verlogenheit der selbstherrlichen Bessermenschen kennt keine Grenzen. Außerdem kümmern sie sich offensichtlich völlig willkürlich um beliebige Themen, und zwar immer dort, wo ihnen der geringste Gegenwind ins Gesicht bläst. Denn wo bleibt beim Kampf gegen die “Negerlein” die Gleichberechtigung der Hexen und Räuber? Warum werden immer nur Frauen als Hexen und immer nur Männer als Räuber dargestellt? Prägt sich hierbei unseren Kindern nicht ein völlig falsches Bild der Realität ein?

Was ist beispielsweise mit den Hexen und Räubern, die eine Geschlechtsumwandlung hinter sich haben? In diesem Zusammenhang sollte auch unbedingt das Klischee vom Prinz und seiner schönen Prinzessin durchleuchtet werden, denn können und sollten heute nicht auch zwei Prinzen miteinander schmusen und die Prinzessin eines anderen Königs adoptieren können?

Also entweder ganz oder gar nicht, aber diese selektive Bereinigung unserer Kinderbücher ist ein Unding. Andererseits, vielleicht sind die entsprechenden Gedankenpolizisten bereits genau in dieser Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsmission unterwegs und gerade schon dabei, den ersten Autor diesbezüglich in die Zange zu nehmen.

Irgendwelche “Forscher” meinen hier wieder einmal, sich wichtig machen und besonders hervortun zu müssen, indem sie diesen politisch korrekten Wahn – der nichts mit Toleranz, sondern ausschließlich mit Zensur und Denkverboten zu tun hat – befürworten und als enorm wichtig bezeichnen. Es spricht wahrlich Bände über eine Gesellschaft, wenn von allen Seiten vorgeschrieben wird, wer diese zu denken und zu reden hat und wie eben nicht.

Doch die meisten Menschen scheint das wenig zu beeindrucken, denn Freiheit bedeutet ihnen schon lange nichts mehr, schließlich leben wir doch in selbiger. Dass jedoch genau diese zunehmenden Denk- und Redeverbote das pure Gegenteil von Freiheit sind und sich die Menschen sogar freiwillig selbst immer weiter darin einschränken, indem sie tun bzw. nicht tun, was die Medien und die Politik vorspiegeln, erkennen sie nicht ansatzweise.

Diese “Forscher” argumentieren, dass Begriffe wie Neger und Zigeuner von Kindern übernommen würden, ohne dass diese die Bedeutung kennen. Nun, das kann durchaus der Fall sein, denn wie es bei Kindern eben so ist, wenn sie nach und nach ihre Muttersprache erlernen, begreifen sie auch erst nach und nach die jeweiligen Bedeutungen.

Das hat jedoch erst Recht nichts mit Diskriminierung zu tun, denn wenn diese Begriffe für sie bedeutungslos sind, wie können sie dann diskriminieren? Grausame Märchen dagegen seien für die Kinder absolut zumutbar. Ob diese “Experten” schon einmal darüber nachgedacht haben, dass sie selbst es sind, die unzumutbar sind für all diejenigen, welche sich noch den gesunden Menschenverstand bewahrt haben?

Diese Gesellschaft scheint nicht zu erkennen, auf welchem steilen Weg in den Abgrund sie sich befindet. Anstatt sich jedoch dieses Niedergangs bewusst zu werden, werkeln einige besonders eifrige Vertreter der Gedankenpolizei Tag und Nacht daran, eine vermeintlich perfekte und diskriminierungsfreie Kultur zu erschaffen. Hat irgendjemand Interesse an einem politisch korrekten Paradies, einem Paradies ohne Wahrheit, Ordnung, Gerechtigkeit, Moral und Anstand?

Die Zensoren haben hier noch einiges zu tun. Ohne radikale Schritte dürfte es jedoch schwierig werden, ihr Ziel zu erreichen. Denn eines der umstrittenen Bücher, “Die kleine Hexe”, wurde seit ihrem Erscheinen im Jahre 1957 bereits 4,3 Millionen Mal verkauft und in 47 Sprachen übersetzt. Außer durch eine Bücherverbrennung wird sich das politisch inkorrekte “Negerlein” sicher  nicht mehr von dieser Welt verbannen lassen. Wann wohl erklingt daher der erste Ruf nach dieser Maßnahme?

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