Noch scheinen die amtlichen Beruhigungspillen zu wirken und die Menschen schenken der erlogenen Niedriginflation Glauben. Doch ob die Autofahrer und Heizölkunden tatsächlich auf die Lügenzahlen der Regierung vertrauen, ist eine ganz andere Frage. Vielleicht ist auch einfach ihre Wut noch nicht groß genug, um lautstark die Faust auf den Tisch zu hauen.
Die EZB rühmt sich, seit der Buchgeld-Einführung des Euro 1999 lediglich 2,06% durchschnittliche Inflation im Euroraum erreicht zu haben. Für den mathematisch Uninteressierten mag das wenig klingen, zumal sich hier sämtliche zu Wort kommenden “Experten” scheinbar einig sind. Doch unter dem Strich bedeutet schon diese angeblich “gesunde” Geldentwertung schlappe 30% Gesamtinflation. Wessen Gehalt bzw. Einkommen ist denn seit 1999 um 30% gestiegen? Das des deutschen Durchschnittsbürgers jedenfalls nicht.
Dazu kommt, dass diese offizielle Inflationsrate weit jenseits der Realität liegt, denn sie wird durch bewusst manipulierte statistische Warenkörbe von der Regierung errechnet und dürfte in Wahrheit bei mindestens dem doppelten Wert liegen. Manche meinen sogar, die wahre Zahl läge über dem Dreifachen des propagierten Wertes. Doch schon die doppelte Zahl ergäbe eine kumulierte Inflation von sage und schreibe 70% binnen 13 Jahren, was bei vielen Bürgern exakt deren bittere Realität widerspiegelt.
Trotz aller beschönigenden Statistiklügen wird allerdings irgendwann eine kritische Schwelle überschritten sein, welche die Menschen zum einen verzweifelt und zum anderen wütend machen wird. Denn von angeblich niedrigen Inflationsraten bezahlt sich bei niemandem von selbst die Miete und auch der Kühlschrank füllt sich nicht von selbst auf – geschweige denn, die horrenden Energiekosten finanzieren sich von allein.
Ein klares Warnzeichen für einen bereits entkommenen Inflations-Flaschengeist sind die Äußerungen von immer mehr Ökonomen. Während viele von ihnen nach wie vor im Tiefschlaf vor sich hinwursteln und die Propagandalügen der Regierung wiederholen, erkennen nach und nach mehr von ihnen, was nach den ungehemmten Gelddruckorgien der EZB und der Federal Reserve der USA logischerweise kommen muss.
Irgendwann nämlich bahnt sich die gigantische Flut an frisch gedrucktem und völlig ungedecktem Geld ihren Weg in die Wirtschaft und die Märkte und wird eine ungeahnte Teuerung auslösen. Wer dagegen glaubt, das Prinzip von Ursache und Wirkung gelte in unserem Finanzsystem nicht, dem ist freilich nicht mehr zu helfen.
Die kommende Inflationswelle wird wahrscheinlich die meisten Menschen in bittere Armut stürzen, allerdings nicht in den heute offiziell als “arm” bezeichneten Status auf Wohlfahrtsstaats-Niveau, sondern vielmehr auf eine Depressionsebene der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Wer hierfür nicht vorgesorgt hat, den wird es äußerst hart treffen.
Noch gibt es die Möglichkeit, vorzusorgen. Selbst kleine Sparguthaben sind in Gold oder Silber wesentlich besser angelegt als in elektronischem Eifohn-Schnickschnack oder wertlosem Papiergeld. Die Ausrede “ich habe eh nichts” zählt nicht, denn auch ohne Geld lässt sich vorsorgen, und sei es nur ein Notfallplan, wieder bei der Familie einzuziehen. Eines ist jedoch klar: Viel Zeit bleibt für derlei Vorbereitungen nicht mehr.

