Jeder fünfte Bundesbürger gilt laut Statistik als arm. Die Zahl für sich genommen klingt dramatisch und offenbart zumindest einen sich zunehmend abzeichnenden Trend in unserem Land bzw. überall im Westen. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich die eigentliche Absicht dieser Warnmeldung: Es geht darum, die Neiddebatte anzufeuern und endlich breiten Zugriff auf die Rücklagen und Sparvermögen der Bürger zu erhalten.
Der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands macht daraus auch überhaupt keinen Hehl, denn er sagt ganz offen, dass er den “Reichen” ans Portemonnaie möchte. In Zeiten von Geiz ist geil und in Anbetracht der heutigen gigantischen Sozialschmarotzerbranche samt ihren unzähligen Nutznießern sind die Absichten solcher Leute eindeutig:
Mittels populistischer Aktionen wollen sie dafür sorgen, dass durch weitere Eingriffe der Politik die wohlhabenden bzw. vorsorgenden Mitbürger ihre Schatzschatullen öffnen und ihre mitunter hart erarbeiteten oder mühsam angesparten Rücklagen der Allgemeinheit zur Umverteilung, der blanken Verschwendung und dem gnadenlosen Konsum zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Wohlfahrtsverbände und der sozialindustrielle Komplex warten nämlich nur darauf, aus dem Vollen zu schöpfen und hoffen, die brachliegenden Billionen demnächst direkt und indirekt abkassieren zu können.
Dass Armut grundsätzlich ein Problem darstellt, ist nicht zu bezweifeln. Allerdings ist die Frage, ob der Begriff Armut in unserem Fall tatsächlich gerechtfertigt ist, denn als arm gilt laut EU-Statistik derjenige, welcher über weniger als 40% des sogenannten Nettoäquivalenzeinkommens in Höhe von ca. 1.550 Euro monatlich verfügt. Dies entspricht also einem Einkommen von weniger als 600 Euro – pro Person und Monat wohlgemerkt.
Ein echtes Existenzproblem haben also lediglich die armen Singles, während Paare oder Familien mit einem solchen Einkommen zwar keine großen Sprünge machen können, aber im Vergleich zu anderen Ländern beim besten Willen nicht wirklich ums nackte Überleben fürchten müssen. Arm ist also relativ und genau das ist sie auch tatsächlich in den Statistiken, denn dort ist die Rede von “relativer Armut”.
Natürlich ist es heute bereits für den Otto Normalkonsumenten eine Katastrophe, sich nicht jährlich ein neues Eifohn kaufen zu können und somit unmittelbar vor der sozialen Ausgrenzung zu stehen. Wer dagegen wissen möchte, was es bedeutet, wirklich arm zu sein, möge einmal die Geschichtsbücher wälzen oder beispielsweise einen Blick nach Osteuropa werfen.
Die Sozialindustrie hat außerdem in Wahrheit keinerlei Absicht, die Ursachen der Armut zu bekämpfen, denn diejenigen, welcher gerade am lautesten schreien, sind die Gewerkschaften und ihnen nahestehende Organisationen. Genau diese tragen selbst die Schuld, warum immer weniger Menschen von ihrer Arbeit leben können. Doch dort geht es allein um die Ausweitung ihrer Macht und die Befeuerung der Neiddebatte, denn es kann doch nicht angehen, dass nicht jeder Bürger dasselbe verdient, ob er nun viel, wenig oder gar nicht arbeitet.
Hoch lebe der Sozialismus – etwas anderes ist es nicht, worauf das Spiel hinausläuft. Ein kleiner elitärer Kreis ganz oben ist darum bemüht, den starken Mittelstand, welcher unser Land im Wesentlichen trägt, nachhaltig zu zerstören und dessen Vermögen auf die gesamte Gesellschaft zu verteilen. Ohne jede Gegenleistung versteht sich, denn das Vermögen gehört schließlich allen.
Wohl dem, der einen bescheidenen Lebensstil pflegt und sich daran längst gewöhnt hat und der ebenso seine Ersparnisse schon lange aus dem Geldsystem herausgeholt und in wahre Werte wie Gold und Silber eingetauscht hat. Denn dieses Sparschwein ist für die Gierhälse in Politik und Sozialindustrie quasi unsichtbar.

