Die Sorgen sind berechtigt, denn der vermeintliche Aufschwung hat sich endgültig verabschiedet. Warum unsere Wirtschaft noch nicht vollständig zusammengebrochen ist, liegt zu einem erheblichen Teil am gestiegenen Binnenkonsum. Anstatt nämlich die erarbeiteten Sparvermögen werterhaltend zu sichern, geben viele Bürger ihre Rücklagen für Konsumgüter und Immobilien aus – ein fataler Fehler.
Sparen will gelernt sein, doch wer beherrscht diese Tugend heute eigentlich noch? Wer seine Mitmenschen vor der kommenden Inflation und dem Crash warnt und ihnen empfiehlt, ihr Vermögen in Edelmetalle gegen den schleichenden Wertverfall umzuwandeln oder damit auch gegen eine abrupte Vernichtung durch eine Währungsreform zu sichern, der erhält meist nur die Antwort: Ich habe sowieso kein Geld, nur Schulden.
Genau das ist der Punkt. Anstatt auf Konsum zu verzichten, den sie sich eigentlich gar nicht leisten können, wählen die Leute eben den vermeintlich bequemen Weg der Finanzierung. Früher – und das ist noch gar nicht so lange her – konnte sich nur derjenige seine Wünsche nach Notwendigem oder Schönem erfüllen, welcher vorher entsprechend lange gespart hatte. Dabei wurde jedermann auch unmittelbar die damit zusammenhängende Arbeitsleistung bewusst und die spätere Anschaffung entsprechend sorgsam behandelt.
Diejenigen, welche trotzdem ein paar Euros auf die Seite gebracht haben, wählen in ihrer Angst vor dem drohenden Verlust jedoch den falschen Ausweg. Anstatt das Geld nun mit scheinbar gutem Gewissen auf den Kopf zu hauen, wäre es angebracht, sich vorher darüber den Kopf zu zerbrechen, denn was passiert, wenn ab morgen nicht mehr der Arbeitgeber und auch nicht der Staat für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen kann. Dann ist das gesparte Geld nämlich weg und steckt in elektronischem Krimskrams oder sonstigen sinnlosen Konsumgütern.
Selbst viele Eigenheimbesitzer scheinen keinen besseren Ausweg zu kennen, als ihre Ersparnisse in die eigene Immobilie zu stecken. Da wird gebaggert, renoviert, angebaut und erneuert, dass sich in Wohngebieten eine Baustelle an die andere reiht. Und auch diese Leute tappen in genau dieselbe Falle, denn was nützt ihnen der neue Wintergarten, das neu gedeckte Dach oder die supermoderne Ökoheizung, wenn dafür demnächst der Kühlschrank leer ist?
Es ist erschreckend, wie wenig Menschen sich überhaupt noch substantiell Gedanken über das Morgen machen können oder wollen. Die wichtige eigene Vorsorge wird dem Staat oder dem “Anlage”-Berater überlassen. Fast drängt sich der Eindruck auf, das gesamte Leben wäre nur noch eine einzige Konsumorgie, die es gilt, um jeden Preis am Laufen zu halten. Wie bitter wird die Erkenntnis dieser Menschen sein, wenn sie erkennen, dass sie aufs völlig falsche Pferd gesetzt und sich von der tumben Masse haben mitreißen lassen?
Vielleicht ist es wirklich notwendig und damit heilsam, dass diese Leute quasi gewaltsam wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht werden – wenn sie nicht gar im freien Fall dort aufprallen -, damit endlich die Vernunft zurückkehrt. Unser relativ kurzes Leben ist schließlich keineswegs eine Konsumparty, sondern soll uns dazu dienen, die Wahl für das ewige Danach zu treffen. Dafür allerdings bedarf es einer weisen Entscheidung und keines blinden Mitläufertums.


Wir Deutschen haben es verlernt, uns Gedanken über das Morgen zu machen. Wehe wenn wir mal von der bitteren Realität eingeholt werden…
Ja mag alles gut und schön sein. Man soll sparen. Aber wie soll man sparen wenn monatlich das Geld gerade dazu reicht über die Runden zu kommen. Ich denke da an viele Familien und Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten. Der Monat länger ist als das Geld reicht.
Wie soll so einer sparen ? Und leider gibt es ziemlich viele Geringverdiener in Deutschland.
Die Rente reicht kaum aus usw.
Sicherlich mag es erschreckend sein das viele Menschen nicht an morgen denken. Aber ist dies nicht auch so gewollt und wird zum Teil auch von den Medien so suggeriert ?
Ich frag mich wie sollen diese Menschen überleben wenn der Staat nicht mehr für sie aufkommen kann und der Arbeitgeber nicht mehr zahlen kann. Nicht umsonst wird unsere Bundeswehr dazu gedrillt Aufstände im eigenen Land zu bekämpfen , wenn es um´s nackte Überleben geht. Ich sehe ja auch ein das man diese Kapitalisten wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen sollte. Aber hier trifft es wieder zum Grossteil leider die verkehrten.
Es ist auch richtig das der Großteil gar nicht weiß was da passieren wird. Sie wiegen sich in Sicherheit und oft höre ich „ Das wird schon nicht so schlimm“ oder „ Das passiert nicht „
Der Mensch soll dumm bleiben und nicht mitbekommen was da „Oben“ abläuft. Dafür wird das Hartz 4 Fernsehen schon sorgen. Es wird auch nur noch Müll im TV gezeigt.
Kann man eigentlich erahnen wann das System zusammenbricht ? Werden wir die Weihnachtsgeschenke noch in Euro bezahlen ? Haltbare Lebensmittel bunkern ?
Mit Spannung erwarte ich die Wahlen. Denn ich glaube die werden richtungsweisend sein.
Und im Moment stehen die Zeichen auf Sturm……