Gesellschaft

Betroffenheit um totes Baby – doch Massentötungen bleiben geduldet

www.bild.de
17
September 2012
16:06
Zitat von www.bild.de:
meint dazu:

Es ist ein Drama, was hier mit dem Baby geschah. Wie kann der eigene Vater sein Kind zu Tode schütteln? Zu Recht ist die Bestürzung groß, denn so etwas ist einfach nur grausam und unfassbar. Doch während dieser Fall öffentlichkeitswirksam von den Medien ausgeschlachtet wird, bleibt die legale Tötung von mehreren hunderttausend Ungeborenen jährlich völlig unerwähnt. Eine typisch gutmenschliche Doppelmoral.

Ob der 17-jährige Vater tatsächlich sein eigenes Kind in den Tod geschüttelt hat, wird ein Gericht klären müssen. Doch schon jetzt beginnen die Schuldzuschiebereien der Behörden untereinander, wer denn hier auf wen nicht genug Acht gegeben habe. Dabei ist grundsätzlich klar: Kinder gehören zu ihren Eltern, nicht in die Obhut von irgendwelchen Jugendämtern oder sonstigen staatlichen Anstalten, welche jedes einzelne Schicksal stets nur als laufende Nummer behandeln.

Umso mehr schaut jetzt die Öffentlichkeit auf die Finger der Behörden, denn “warum wurde das Leben des kleinen Mädchens nicht geschützt”? Eine Heuchelei hoch drei. Wäre das Baby nämlich gut ein Jahr zuvor gestorben, hätte niemand sich für das kleine Mädchen interessiert. Damals wäre es nämlich erst drei Monate alt gewesen und hätte völlig legal abgetrieben werden können. Welcher Staatsanwalt wäre dann aktiv geworden, welche Zeitung hätte Notiz davon genommen?

Offiziell werden pro Jahr in der BRD etwas mehr als 100.000 Babys abgetrieben. Doch die inoffizielle Zahl liegt vermutlich weit über 200.000, so sagen Kritiker, weil lediglich 60% der Schwangerschaftsabbrüche erfasst würden. Weltweit erfolgen rund 42 Millionen Abtreibungen pro Jahr, was die schier unglaubliche Zahl von über zwei Milliarden getöteten Babys innerhalb der letzten 50 Jahre ergibt. Das entspricht den Einwohnerzahlen der Länder China, USA, Brasilien und Russland zusammen.

Würde nur allein in unserem Land jeder einzelne Todesfall durch Abtreibung derart behandelt und untersucht werden, wie jener in Berlin, wäre die legale Abtreibung sicherlich binnen weniger Wochen vom Tisch. Einen derartigen Massenmord überhaupt gesetzlich zu legitimieren, kann nur von äußerst skrupelloser Seite kommen. So verwundert es auch nicht wirklich, dass es wieder einmal die SPD war, welche 1920 den ersten Vorstoß diesbezüglich im damaligen Deutschland einbrachte. Der Sozialismus zeigt eben immer wieder unübersehbar seine menschenverachtende Seite.

Ironischerweise ist es ausgerechnet den Nazis zu verdanken, dass die Abtreibung stärker unter Strafe gestellt wurde, wenngleich dieses Regime damit andere Zwecke beabsichtigte. Doch die 68er-Bewegung brachte in ihrer gesellschaftszerstörerischen Kraft dann die sogenannte Fristenlösung auf den Plan, welche die heutigen Baby-Massentötungen legalisierte.

Dabei zeigt gerade ein Fall wie der oben beschriebene, welche Bedeutung schon jedes einzelne tote Kind hat und wie wir eigentlich damit umgehen sollten. Wenn eine Gesellschaft allerdings derartiges Gebaren an den Tag legt, wie sie mit ihren Kleinsten und Schwächsten umgeht, dann wird ihr wahrer Charakter offenbar: Es ist eine Gesellschaft des Todes. Niemand sollte sich daher wundern, wenn ihm als Anhänger dieser vermeintlichen “Freiheit der Frau” oder ihrer “Selbstbestimmung” eines Tages die Rechnung serviert wird.

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2 Leserkommentare zum Artikel:

  • Nikodemus

    Das ist der Zynismus der BRD: Ein ungeborenes Kind hat keine Rechte, das darf man im Mutterleib ruhig zerhacken. Sich aber dann wieder über die Nazis aufregen. Warum eigentlich? Die moderne Gesellschaft ist doch auch nicht besser, sondern gleichermaßen verkommen…

    http://www.youtube.com/watch?v...h_response

  • Thomas Hartmann

    Ein vorgeburtlich getötetes Kind ist hierzulande nur eine Zahl in einer Statistik. Kindermörder, die sich als “Ärzte” bezeichnen können ungehindert in ihren Kinderschlachthöfen, die sie “Klinik” nennen ihrem blutigen Handwerk nachgehen. Was für eine Perversion. Wir düfen nicht schweigen zu diesem Unrecht!
    Geht z.B. nur in Krankenhäuser , in denen keine Kinder ermordet werden, boykottiert Kinderschlachthöfe.
    Lasst uns Zeichen setzen!

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