Wirtschaft

Automobilabsatz schrumpft: Schon jeder fünfte Händler unter Druck

www.manager-magazin.de
3
September 2012
11:02
Zitat von www.manager-magazin.de:
meint dazu:

Wohin die Reise geht, zeigen die brutalen Verkaufsrückgänge der Autohändler in Italien und Spanien. Der bisherige Einbruch in der BRD bewegt sich vergleichsweise noch auf niedrigem Niveau, doch wie die Unternehmensberatung Roland Berger behauptet, steckt bereits jedes fünfte Autohaus in finanziellen Schwierigkeiten. Dabei ist das Leasing- und Finanzierungsgeschäft dank niedrigster Zinsen noch gar nicht das Problem.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind offenkundig: In Zeiten des allgemeinen Abschwungs vermeiden sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte nach Möglichkeit größere Investitionen. Während der Absatz bei uns deswegen schwächelt, weil viele Bürger den Neuwagenkauf bereits zur Zeit der Abwrackprämie vorgezogen haben und beim Rest der Gürtel allmählich sichtlich enger geschnallt werden muss, fehlt in den Krisenländern das Geld noch viel mehr.

Insbesondere die Kreditvergabe ist dort stark ins Stocken geraten, weil es den Banken vielfach bereits sehr schlecht geht und sie jedes weitere Risiko vermeiden wollen. Ohne Finanzierung ist der westliche Durchschnittsbürger heute jedoch kaum mehr in der Lage, sich überhaupt ein neues Auto zuzulegen, der Barkauf eines Neuwagens ist längst zu einem Relikt aus alten Zeiten verkommen. Im Gegenteil, wer sein neues Auto in bar bezahlt, wird schräg angeschaut.

Zwar mögen unsere hiesigen Hersteller von Luxuskarossen noch immer erfolgreich einen Großteil ihrer Limousinen ins Ausland verkaufen, doch der Absatzmarkt Europa ist hier bereits weggebrochen. Dasselbe wird auch mit den Kunden aus den USA und Asien noch folgen. Wir können davon ausgehen, dass diesbezüglich in einigen Wochen oder Monaten erste Meldungen in den Medien erscheinen, welche von einem “überraschenden Absatzeinbruch” bei BMW, Mercedes und Audi berichten werden.

Sofern sich hier kein neuer Markt eröffnet, beispielsweise durch den Export von speziellen SUVs für den Mond oder – wie derzeit stark im Trend – den Mars, droht den deutschen Automobilherstellern großes Ungemach. Roland Berger hat durchaus Recht, wenn sie davon sprechen, die Automobilbranche müsse umgehend auf diesen laufenden und kommenden Einbruch reagieren. Das Problem ist jedoch, dass diese riesigen Konzerne zu langsam und unflexibel sind und auf weiteres weltweites Wachstum gesetzt haben. Dazu kommt deren gigantische Verschuldung.

Zwar ist es unwahrscheinlich, dass es demnächst Pferdefuhrwerke von BMW geben wird, doch vermutlich wird dieser Hersteller sowie seine Kollegen zukünftig wesentlich kleinere und vor allem viel billigere Autos bauen müssen, um auch ohne Kreditfinanzierung überhaupt noch etwas verkaufen zu können. So reich die Exportwirtschaft in der Vergangenheit unser Land auch gemacht haben mag, so schwer wird der kommende Zusammenbruch der Weltwirtschaft uns treffen.

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Ein Leserkommentar zum Artikel:

  • TK 13

    Ja liebe Leute, nun haben wir den Salat

    Der Staat BRD GmbH spricht von sprudelnden Steuereinnahmen,dass Volk reagiert. Bei zum Einen leeren Börsen der Bürger, zum Anderen
    die Gier der Finanzbehörden nach dem Geld des Steuerzahlers; irgend
    wo geht dass mal zu ende, und diese Zeit ist nun angebrochen.
    Beobachten Sie mal einfach die Leute an der Tankstelle, Grießgram
    große Augen und wenn man hinschaut “ah haa für 15,–€ getankt.
    Nun soll man sich da wundern dass es für ein neues Auto nicht reicht
    dieses Staatsgefüge bzw. diese ganzen selbstherrlichen Politiker
    werden Ihre Quittung bald bekommen, denn für Werbegeschenke für
    die nächste Wahl ist es bereits zu spät. Die Leute haben die Schnauze gestrichen voll. Es ist Abrechnungszeit es ist 5 vor 12 Uhr
    Viel Spaß beim Zocken solang es noch geht.
    Aber bedenke, hier geht Niemand verloren
    Habt Euch wohl !
    H & S

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