Finanzen

Eurorettung: Geldgeber werden schon wieder weichgeklopft

www.handelsblatt.com
22
August 2012
10:31
Zitat von www.handelsblatt.com:
meint dazu:

Sie haben offensichtlich allesamt panische Angst vor einer weiteren Eskalation der Finanzkrise, denn sonst würden sich die Hampelmänner in den Regierungen, der EU und der EZB nicht derart wankelmütig und nachgiebig geben und immer wieder mit einem verlogenen und nachweislich wiederholt betrügenden Pleitekandidat aus dem südlichen Europa verhandeln.

Angeblich fordert der griechische Staatschef Antonis Samaras kein zusätzliches Geld. Vielleicht wird er es sogar wirklich nicht tun, sondern seine leeren Kassen selbst für sich sprechen lassen, sodass ihm die Euroretter gerne freiwillig wieder ein paar weitere Milliarden in den Beutel werfen, damit das marode System nicht plötzlich in sich zusammenbricht und sie alle mit in den Abgrund reißt. Eines ist klar: Griechenland bittet zwar offiziell nur um mehr Zeit, doch weder das Pleiteland noch die Eurozone haben sonderlich viel davon im Köcher, denn die Schuldenzeitbombe tickt unaufhörlich.

Sämtliche der obersten Beteiligten wissen das auch. Der Crash wird kommen, ganz egal, was diese Verzweifelten noch unternehmen werden. Sie können lediglich ein weiteres Hinauszögern des Kollapses erreichen, doch Schulden lösen sich leider nicht durch noch mehr Schulden in Wohlgefallen auf. Der Bogen ist jedoch derart überspannt, dass immer weniger Spielraum bleibt.

Den Bürgern wird währenddessen ein Lügentheater nach dem anderen aufgeführt und die wenigsten verstehen überhaupt, dass es aus diesem Schlamassel keinen positiven Ausweg mehr gibt. Ab und zu bricht sogar aus der heuchlerischen Politik ein bisschen dieser Wahrheit heraus und sie lässt durchblicken, dass ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone noch viel teurer käme als dessen weitere Alimentierung.

Das Problem dabei: Es ist nur die halbe Wahrheit, denn die weiteren Finanzspritzen bedeuten schlussendlich dasselbe, weil noch mehr unserer Steuergelder in das Fass ohne Boden geschüttet werden und am Ende trotzdem die unabwendbare Pleite stehen wird. Es gibt keinen Ausweg aus der Misere, es handelt sich hierbei schließlich um reine Mathematik.

Noch weigert sich unsere Politik vehement, einzugestehen, dass sämtliche bisherigen Zahlungen, Garantien und Bürgschaften an die Pleitestaaten faktisch schon verloren sind und es außerdem noch zu erheblichen finanziellen Belastungen für die Bürger kommen wird. Stattdessen versuchen sie sogar, mittels reichenfeindlicher Propaganda weitere Gelder vom Volk zu erpressen und dieses dann ebenso wieder mit beiden Händen zum Fenster in Richtung Südeuropa hinauszuwerfen.

Derartiges Verhalten ist Hochverrat am eigenen Volk, wenngleich sich immer wieder die Frage stellt, wissen die Sozialisten der SPD, der Grünen, der Linken und auch der meisten Politiker von CDU und FDP überhaupt, was uns allen schlussendlich bevorsteht? Wissen sie, wie unser Schuldgeldsystem funktioniert und dass die eingebaute Sollbruchstelle gerade bröckelt? Nun, selbst das Nichtwissen wird ihnen später nicht als Ausrede nützen, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

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2 Leserkommentare zum Artikel:

  • Thomas Schöller

    Die griechischen Regierungsmitglieder verstehen es außerordentlich gut uns auszunehmen und sichern sich damit gleichzeitig ihr fortbestehen und ihren Wohlstand. Sie denken gar nicht daran aus dem Euro raus zu gehen. Der Rest (das Volk) muß sehen wie es klar kommt. Mal sehen wie lange es so leidensfähig bleibt und nichts unternimmt. Ob da allerdings dann etwas besseres (an Personen) nach kommt, bleibt fraglich.

  • Weise

    In der Schule, und auch heute noch täglich im TV zu sehen, hat man uns bis zum Erbrechen gelehrt “so etwas darf nie wieder passieren, also wehrt euch und kämpft gegen solche Systeme an”.

    Auf Hitler und Stalin wurden insgesamt mehr als 40 Attentate verübt.

    Wann tickt denn nun der Erste aus und kämpft nicht nur in Worten gegen diese landeshochverräterischen Politverbrecher?

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