Gegen Finnland müsste in Anbetracht der fehlenden Unterwürfigkeit ein Strafverfahren eröffnet werden. Falls Sie als einfacher EU-Bürger ebenfalls Zweifel am Euro, der EU oder der ökofaschistischen Politik der EUdSSR hegen, sehen Sie sich vor, denn nach wie vor gilt das Dogma: Der Euro steht für Frieden und ist unumkehrbar, die EU ist das Sinnbild der Freiheit und die Finanzkrise wird bald vollständig gelöst sein. Ende der Durchsage.
Seien Sie daher ein braver Bürger und hören Sie auf, die ehrenwerte hohe Politik unserer EU-hörigen Regierungen zu kritisieren, sonst bekommen Sie bloß unnötigen Ärger. Dem finnischen Außenminister Erkki Tuomioja steht jetzt wegen seiner infamen Äußerungen möglicherweise ein Berufsverbot oder sogar ein schwerer Unfall bevor, damit er wieder auf die rechte Bahn gebracht wird.
Es ist erstaunlich, wie sich die Lage in der Eurozone entwickelt. Noch vor vier Jahren galt jeder Euro-Skeptiker oder sonstige Kritiker als Verschwörungstheoretiker, wenn er Europa schwere Zeiten, das Ende der Gemeinschaftswährung, Währungsreformen, Massenarbeitslosigkeit, Unruhen oder ähnliches prognostizierte. Heute steht all das in sämtlichen Zeitungen. Zwar noch mehr oder weniger verklausuliert und nicht vollständig für die Masse im Gesamtzusammenhang erkennbar, aber der Trend ist eindeutig und wir können darauf warten, wann der Tag kommt, an welchem die Bildzeitung titelt:
Der Euro ist tot, jetzt hilft nur noch Gold!
Dann wird es freilich bereits zu spät sein für die Adressaten. Wer bis dahin noch immer dem Euro und den Regierungen vertraut hat, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Weil wir von diesem Punkt gar nicht mehr weit entfernt zu sein scheinen, dürfte der Crash vermutlich schon bald vor der Türe stehen.
Aber noch funktioniert die Dementimaschinerie, denn die finnische Regierung fiel ihrem Außenminister Tuomioja unmittelbar in den Rücken und verharmloste dessen Äußerungen. Seine Botschaft macht trotzdem die große Runde in Europa und es dürfte klar sein, dass Finnland nicht das einzige Land ist, welches sich auf eben diesen Euro-Crash vorbereitet. Nicht alle reden jedoch so offen darüber – noch nicht.
Auch wenn sie ansonsten nur notorische Lügner sein mögen, so ist die obligatorische Beschwichtigung seitens der Eurokraten in Brüssel, an “keinen konkreten Vorkehrungen für den Zerfall der Eurozone” zu arbeiten, durchaus glaubwürdig, denn wer möchte schon gern selbst die Pläne für das Ende der eigenen Karriere entwickeln? Trotzdem wird diese Ignoranz nichts nützen, es sei denn, die EU-Kommission würde die Grundgesetze der Mathematik verbieten – vermutlich betrachten diese Berufsdiktatoren das sogar tatsächlich als potenzielle letzte Notlösung.
Die wenigsten Crash-Propheten hätten 2008 erwartet, dass das Finanzsystem und die Weltwirtschaft noch so lange Zeit künstlich über Wasser gehalten werden können. Heute stehen wir quasi wieder am selben Punkt wie damals, doch die Verschuldung ist inzwischen gigantisch gewachsen und ein weiterer großer Aufschub dürfte so gut wie unmöglich sein. Das Optimieren der Fallhöhe war erfolgreich, der Zündmechanismus für den Zusammenbruch kann jetzt jederzeit ausgelöst werden.
Was dann allerdings auf die Bevölkerung wartet, entzieht sich der Vorstellungskraft der meisten Menschen. Wir sollten wirklich mit dem Schlimmsten rechnen, in vielerlei Hinsicht. Nicht nur dürfte die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre bei weitem übertroffen werden, sondern auch die Folgen des überall installierten Polizeistaates sowie ein zusätzlicher Gewalt-Aspekt in Form von Bürgerkrieg oder gar Weltkrieg könnten noch hinzukommen.
Zwar mag sich das für manchen erneut als übertriebene Schwarzmalerei anhören, doch sagten das nicht dieselben Leute auch schon vor vier Jahren? Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, der wird dafür einen hohen Preis bezahlen. Und damit ist wahrhaftig nicht nur Not und Elend auf dieser Welt gemeint, sondern im Anschluss daran wartet die sprichwörtliche Hölle auf all jene, welche sich für den falschen Weg entschieden haben. Nutzen Sie Ihre vielleicht letzte Chance, denn wer weiß, ob Sie morgen früh nochmals aufstehen werden.

