Wirtschaft

Deutsche Zweckoptimisten: Nur knapp an der Rezession vorbei?

www.ftd.de
14
August 2012
11:45
Zitat von www.ftd.de:
meint dazu:

Die Mehrheit der Bürger meint offenbar, sie könnte die Krise durch penetrantes Ignorieren überwinden – ein äußerst bemitleidenswerter Ansatz. Nicht viel weniger blind sind die meisten sogenannten “Experten” und Ökonomen diverser Banken, welche in ihre ständigen Glaskugelprognosen vermutlich noch viel mehr Hoffnung setzen, um der bitteren Wahrheit nicht doch noch ins Auge blicken zu müssen.

Doch sie werden es schlussendlich, denn in einer stark globalisierten Wirtschaft haben globale Effekte eben stets Auswirkungen auf sämtliche Teilnehmer, mehr oder weniger. Es ist erstaunlich, mit welcher Ignoranz immer noch verzweifelt versucht wird, die Problematik schönzureden und wieviel größer die Hoffnung ist, die Krise möge sich doch bitte bald wieder von selbst verabschieden und der immerwährende Aufschwung zurückkehren.

Zur Enttäuschung all dieser “Experten” wird sich die Lage jedoch weiter verschlechtern – und zwar schon bald und äußerst dramatisch. Es besteht für die Politik lediglich noch die Möglichkeit eines weiteren Hinauszögern und damit gleichzeitigen Vergrößerns der Folgen des finalen Zusammenbruchs, indem das marode System mit Billionen von frisch gedruckten Euros am Leben erhalten wird.

Warum jedoch weigern sich die meisten dieser angeblichen Fachleute zu akzeptieren, dass der Crash kommen wird und kommen muss? Verstehen sie die Zusammenhänge im Geldsystem nicht? Oder werden sie direkt für ihre Lügerei bezahlt? Ist ihr Verhalten eine besondere Ausprägung von Realitätsverweigerung? Es dürfte eine Mischung aus all dem sein, denn wer mag schon gerne seinen eigenen Untergang prognostizieren? Schließlich sind in einer schweren Rezession und Depression die meisten dieser selbsternannten “Experten” obsolet, weil niemand diese ausgewiesenen Blindgänger weiter finanzieren möchte.

Die Weltwirtschaft strauchelt und wird fallen – genauer gesagt, sie wird gefallen und zwar geplant und gezielt. In logischer Konsequenz wird dabei auch alles damit Verbundene in den Abgrund gerissen, egal wie optimistisch die Ökonomen noch sein mögen. Insbesondere all jene werden stark davon betroffen sein, welche sehr von der Weltwirtschaft abhängen. Das trifft besonders auf unser Land zu, auch wenn es heute noch den Anschein hat, als kämen wir glimpflich davon. Die weltweiten Verflechtungen, alleine schon im Banken- und Finanzsektor, geben wenig Anlass für rosaroten Hoffnungsschimmer.

Jeder hat daher die Wahl und derzeit noch fast alle Möglichkeiten, sich auf das Kommende vorzubereiten. Wer seine Ersparnisse und die Früchte seiner Lebensarbeit erhalten möchte, kann jetzt noch immer die notwendigen Vorkehrungen treffen. Dasselbe gilt für die konkrete Vorsorge auf alle nur denkbaren Versorgungsengpässe. Und im Speziellen gilt es für die persönliche Errettung, denn die Zeichen der Zeit deuten unübersehbar an, welches Gericht der Welt droht. Wollen Sie wirklich allein auf sich gestellt sein im Kampf gegen das Böse der Welt?

Weitere Artikel aus dem Themenbereich Wirtschaft »

Ihr Kommentar