Wirtschaft auf schneller Talfahrt: Massenentlassungen nehmen zu
Immer öfter geistern hohe Entlassungszahlen durch die Medien, die Krise kommt nun mit voller Härte in der Realwirtschaft an. Der propagierte Aufschwung scheint endgültig vorbei, eine weitere Vertuschung der Wahrheit wird für die Politik immer schwieriger. Mangels finanzieller Mittel wird es für die Regierungen zudem äußerst eng mit Unterstützung der strauchelnden Großbetriebe, daher werden sicherlich schon bald die Rettungsschirme angezapft.
Wie sich genau jene Propagandisten davor fürchten, die bittere Realität verkünden zu müssen, zeigt schon der genannte Fall bei Peugeot. Bereits vor der Franzosenwahl gab es Gerüchte über die dramatischen Pläne des Unternehmens, sie sollten aber bewusst bis nach der Wahl verheimlicht werden. Als ob sich dadurch die Probleme lösen ließen. Doch auch hier geht es den Verantwortlichen lediglich um das Hinauszögern des bösen Endes, um möglichst lange den eigenen Posten erhalten zu können.
Angeblich laufen die Geschäfte der deutschen Automobilbauer noch immer hervorragend. In Anbetracht der Tatsache, dass jedoch auch hier viele Wagen nach Europa exportiert werden, die Krise jetzt auch im Inland ankommt und dass der große Hoffnungsträger China ebenfalls im Einbruch begriffen ist, werden die Massenentlassungen demnächst auch von unseren Vorzeigeindustrien verkündet werden. Auch hier wird – der eigene Bonus kommt immer zuerst – bis zum letzten Augenblick vertuscht, geschönt und gelogen, bevor die wahren Zahlen ans Tageslicht kommen.
Nicht nur der Automobilsektor wankt, auch andere Branchen kündigen bereits Massenentlassungen an. Der Kanton Zürich beispielsweise registriert im Bankensektor hohe Entlassungszahlen, der IT-Ableger der Bild-Zeitung “Computer Bild” wirft etliche Mitarbeiter hinaus, Bard Emden Energy hat bei der Agentur für Arbeit einen Antrag auf Massenentlassungen gestellt, der ehemalige Handy-Gigant Nokia wird gar Mitarbeiter im fünfstelligen Bereich auf die Straße setzen und auch Neckermann plant viele Streichungen von Arbeitsplätzen.
Das sind nur ein paar prominente Beispiele. Wir stehen lediglich am Anfang einer riesigen Entlassungswelle, die der immer schnellere wirtschaftliche Abschwung mit sich bringt. Sobald die staatlichen Stützungen durch immer heftigere Spar- und Streichpakete entfallen, die Bürger immer mehr sparen und Konsumzurückhaltung üben müssen, wird die Krise zwangsläufig auch die Wirtschaft immer weiter abwürgen. Die Arbeitslosenzahlen steigen dadurch wiederum und die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller.
Noch ist nicht abzusehen, wie schnell es in welchem Bereich nach unten geht, allerdings ist es naiv, jetzt noch immer den Kopf in den Sand zu stecken und auf den starken Staat oder auf einen wiederkehrenden Aufschwung zu hoffen. Wir stehen vor einem gigantischen weltweiten Kollaps der Wirtschaft und des Finanzsystems, den es in dieser Form wohl noch nie gegeben hat. Lassen Sie sich nicht von der derzeitigen Ruhe und dem scheinbaren Wohlstand täuschen, das kann sich alles ganz schnell ändern.


Wirtschaft auf Talfahrt.
Kann es sein, dass die Talfart ein natürlicher Prozess von befriedigter Nachfrage ist ? Heisst: die Grenzen des Wachstums sind erreicht.Hier wie dort. Irgendwann gehts nicht weiter. Es ist alles da. Also, müssen doch Innovationen her für andere Dinge, die in die Zukunft weisen. Ich denke viel eher, dass hier ein ganz natürlicher Umkehr-und Neuanfangs-Prozess stattfindet. Davon wollen allerdings die WachstumsPoeten nichts wissen.
Ein endgültiger Stopp des ESM kann diese Umkehr hin zum Neuanfang nur beschleunigen.
Und hoffentlich bestätigt sich hier eine alte Regel, die sicher jeder kennt: Aufgeschoben ist auch (oft) AUFGEHOBEN. Wir werden es erleben, was kommt, was kommen MUSS.