Politik

Politik warnt Verfassungsgericht vor “Fehleinschätzungen aus Unkenntnis”

www.focus.de
9
Juli 2012
10:40
Zitat von www.focus.de:
meint dazu:

In den Augen des FDP-Vorsitzenden im Europaparlament, Alexander Graf Lambsdorff, ist es also “besorgniserregend”, wenn sich das höchste Gericht im Lande möglicherweise nach dem Grundgesetz richtet und nicht nach den politischen Vorgaben der Eurodiktatur? Das einzige, was hier wirklich besorgniserregend ist, sind diese machtsüchtigen Demokratiefeinde in Berlin und Brüssel, welche zur Rettung des Euro wahrscheinlich sogar die ganze Welt in Schutt und Asche legen würden.

Es ist wahrlich ein unglaubliches Bild, was sich derzeit von Seiten der Volksvertreter bietet. Nahezu geschlossen reden sie der Brüsseler Diktatur nach dem Mund und setzen das “Verfassungsgericht” ganz offensiv unter Druck. Sollten die Richter in den roten Roben nämlich das falsche Urteil sprechen, eines im Sinne des Volkes und unseres Gesetzes, könnte dies die Eurozone gehörig durchschütteln.

Davor fürchtet sich inzwischen die gesamte Politszene, denn die Folgen wären dramatisch, würde der Euro kollabieren. Vor allem für sie selbst, denn kaum einer dieser Hampelmänner würde das politisch – und vielleicht sogar physisch – überleben. Dabei verkennen diese Hochverräter allesamt, dass sie das bittere Ende längst nicht mehr verhindern können, schon gar nicht mit ihren korrupten Methoden. Das Einzige, was ihnen derzeit noch bleibt, ist das weitere Hinauszögern. Allerdings verkürzt sich die jeweils erkaufte Zeit reziprok zur Höhe der Kosten des jeweiligen Rettungsschirms.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wäre ein derartiges Verhalten der obersten Politikdarsteller kaum denkbar gewesen, schon gar nicht dessen breite Akzeptanz. Während sie heute völlig ungeniert das Karlsruher Gericht öffentlich dazu aufrufen, auch “andere Zusammenhänge” in ihr Urteil mit einzubeziehen – also das Recht zu beugen -, wäre der Aufschrei nach derartigen Äußerungen früher erheblich gewesen.

Heute jedoch gehört es dagegen wie selbstverständlich zum guten Ton, für die EU und den Euro nicht nur die eigenen Rechte zu opfern, sondern auch das letzte Hemd – natürlich nicht das eigene, sondern das des Wählers. Aber wer selbst nur durch Korruption und diverse Verflechtungen in seine Position als “Volksvertreter” geriet, wird kaum in der Lage sein, anschließend noch Gut von Böse und Wahr von Falsch unterscheiden zu können.

Entweder, wir Bürger akzeptieren diese unfassbare Verzerrung der Wahrheit – die meisten tun dies, indem sie nämlich nicht einmal mehr verstehen, was hier eigentlich gespielt wird – und schauen brav weg, am besten in den Verblödungsverstärker, oder wir erkennen den Betrug und nennen Ross und Reiter beim Namen. Das, was hier gegenwärtig abläuft, ist absolut identisch mit dem Geschehen nach 1933, lediglich der markante Bart fehlt dieses Mal.

Wie es damals endete, weiß wohl jeder. Und obwohl die Parallelen in jeder Hinsicht mehr als offensichtlich sind, erkennen die meisten Menschen trotzdem nicht, was hier geschieht, wollen nichts davon wissen oder schauen einfach bewusst weg. Doch die Konsequenzen werden sie schlussendlich nicht mehr ignorieren können, denn diese werden brutalst sein.

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4 Leserkommentare zum Artikel:

  • Bertha

    “– und schauen brav weg,”

    Was können denn jene schon tun, die eigentlich gar nicht brav wegschauen wollen?

    Unser höchstes Gericht wird wahrscheinlich vor der Politik einknicken. Das tat es eigentlich immer, denn diese ganze Mischpoke ist im Grunde doch nur ein einziger Sumpf. Man sieht es doch zur Zeit auch daran, was die vom Verfassungsschutz in Wirklichkeit treiben. Stiehl mal ein Päckchen Wurst im Supermarkt, dann kommst Du in den Knast. Stiehlt einer dem Volk das ganze Land, dann bekommt so einer bestimmt noch das Bundesverdienstkreuz. Wer glaubt denn noch an Gerechtigkeit und das es denen um das Wohl des deutschen Volkes geht. Ich jedenfalls nicht!

    Eine Rebellion anzetteln? Was würde das bringen? Versucht doch mal wirklich aufzumucken, was glaubt ihr denn würde dann passieren?

    Und zuletzt noch, die Hoffnung auf einen Retter von außen zu setzen, das wird auch nichts bringen. Alle die daran glauben, dass ein edler Ritter mit seinem weißen Pferd angeritten käme, um sie aus dem dunklen Verließ herauszuholen, die werden auch herb enttäuscht werden.

  • Nikodemus

    Ja, der markante Bart fehlt dieses Mal. Aber ehrlich, der würde der Merkel auch nicht stehen…

  • TK 13

    Hand auf`s Herz; die ganze Kiste ist verfahren und aus dem Ärmel
    schüttelt Niemand ein Konzept, dieses existiert per du nicht einmal.
    Diese ganze Politriege ist sich in Wahrheit einig, jeder will ans Ruder
    der Eine rudert auf den Wasserfall zu der Andere am Rande entlang.
    Keiner will zurück,geht auch gar nicht, weil mit jedem Tag der Strom
    zum Rande der Katastrophe schneller wird. Zudem kennen diese Politpenner sowieso nur noch das Datum der nächsten 2 Tage.
    Wahrheit ist unbequem, wir werden alle die Verlierer sein, aber Gott
    sei Dank sitzt diese Brut mit auf dieser Arche.

  • Waltraud Clasen

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in letzter Sekunde die Bremse gezogen. Wollen wir hoffen, dass diese Bremse auch festgehalten wird, bis allen Richtern dort klar geworden ist, dass sie das Schicksal von DE in ihren Händen halten und richtig entscheiden, müssen zu Gunsten einer noch bestehendem Demokratie und einigen ganz wenigen Demokraten, die Gott sei Dank noch vorhanden sind.

    Ich glaube sehr wohl, dass die WELT Verständnis dafür aufbringen wird, wenn DE die Unterzeichnung des EMS untersagt wird vom obersten Gericht. Nur die LänderRegierungen werden klagen, die ohenhin nicht in diese Währungsunion gehört hätten.

    Ein Europa wollen alle DE, sagen die Umfragen, aber nicht um jeden Preis. Und was gebraucht wird zu Gunsten aller, auch zu Gunsten einer funktionierenden Weltwirtschaft, ist ein s t a r k e s Europa, so wie es ursprünglich auch gedacht war. Nicht ein ein Klein-Klein-Klein-Europa, wo die meisten Mitgliedsländer ihre Banken stützen müssen, weil die sich durch die billigen EuroGelder leichtfertig überhoben haben und nun nicht wissen,wie sie ohne Hilfspakete weiterkommen sollen.

    Was sich JETZT zeigt, ist ein verheerendes Bild von Geldschiebereien von einer Bank zur anderen Bank nur zu dem Zweck, dass sich die jeweiligen Länder wiederum neues, frisches KreditGeld bei der nächsten Bank abholen können. Das ist ein Schneeballsystem, nichts anderes ! Und das bricht JETZT zusammen. Hoffentlich.

    Es ist eine Schande, wie die Politiker aller Länder sich hier drehen und winden, ohne zu überlegen, wie sie ihren Karren auch selbst aus dem Dreck holen können. So wie es hierzulande jeder Freiberuflicher, jeder Unternehmer, eigentlich jeder, machen muss, wenn etwas schiefgelaufen ist. Es ist keinem Politiker zu verzeihen, der diesen Unsinn mit begleitet hat und ich bin froh, dass Herr Voßkuhle (wenigestens diesem Herrn glaube ich) noch rechtzeitig STOPP gerufen hat. Vielleicht auch nur deswegen, weil Herr Gauck sich etwas zu weit aus dem Fenster gebeugt hat und vielleicht damit unbewußt genau das Richtige getan hat. Nämlich dass dieses in die Hölle führende Desaster der Geldschiebereien aufhören MUSS.

    Wir brauche ein s t a r k e s EUROPA, kein von vornherein kaputtes. Zu einem starken Europa gehören auch Mitgliedsstaaten, die dieses zu gründende Europa mittragen können. Mitverwantwortliche Teilnehmerländer. Ein Baum ohne starken Stamm ist auch nicht trag- bzw.lebensfähig.

    Mir ist unklar, dass Frau Merkel, eine sehr kluge und intelligente Dame, nicht schon längst von sich aus dei Reißleine gezogen hat. Sie hätte dabei noch nicht einmal ihren Job verloren, sondern sie hätte sich die Achtung aller eingehandelt, auch die des Auslandes. Da bin ich mir sicher.

    Man muss den Banken die Macht nehmen und dem Volk sagen, dass eben nicht alles bezahlbar ist und sein wird.

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