Wirtschaft

Mit Volldampf talabwärts: Deutsche Industrie im schnellen Sinkflug

de.reuters.com
2
Juli 2012
16:03
Zitat von de.reuters.com:
meint dazu:

Nanu, wo bleiben denn die obligatorischen Aufschwungsmeldungen in unserer Republik von Bananien? Wohin hat sich das XXL-Wachstum verkrochen, ausgerechnet jetzt, wo wir damit beginnen sollen, die ganze Eurozone per ESM durchzufüttern? Und wieso haben die Heerscharen von Wirtschaftsexperten diese Verschärfung der Krise nicht vorher kommen sehen?

Da den Zahlen nach gleichzeitig mit unserer Wirtschaft auch die Konjunktur in Spanien und Italien stark sinkt, wird sich die Spirale nach unten nochmals deutlich beschleunigen, denn ca. 60% des deutschen Exports gehen in die EU. Wenn dort jedoch keine zahlungskräftigen Abnehmer mehr sind, was wir dann aus unseren Exporten?

Ganz einfach: Wir finanzieren sie selbst, per EFSF und ESM und allen zukünftigen derartigen Instrumenten. Schließlich haben wir doch schon immer am meisten vom Euro profitiert, sodass es Zeit wird, den armen misshandelten europäischen Nachbarn endlich etwas von unserem unverdienten Wohlstand abzugeben. Was heißt da etwas, alles natürlich.

Im Gegensatz zum ersten Teil der Krise in 2008 wird es dieses Mal nicht so schnell wieder bergauf gehen. Wer sollte denn die Betroffenen jetzt stützen, wer kann die Retter retten? 2008 waren die Staaten noch nicht ganz so klamm wie heute, damals halfen daher diverse Konjunkturmaßnahmen, das unlösbare Problem noch etwas nach hinten zu schieben. Aber heute sieht die Sache anders aus, der Handlungsspielraum ist auf fast nichts mehr zusammengeschrumpft.

Obwohl die BRD scheinbar noch einigermaßen gut dasteht im Vergleich zu den offiziellen Pleiteländern, ist es dennoch unmöglich für unser ebenfalls hoch verschuldetes Land, den Euro dauerhaft zu stützen oder gar zu retten. Auch der BRD geht nämlich gerade die Puste aus, was in diversen Chefetagen in Wirtschaft und Politik für starke Schweißausbrüche sorgen dürfte, wenn auch aus jeweils unterschiedlichen Gründen.

Europa steht am Abgrund. Zwar ist der Ausblick von so hoch oben wirklich eindrucksvoll und die Fernsicht gigantisch, aber daran können wir uns nur noch kurz erfreuen, denn die unmittelbar vor uns liegende Schlucht wird uns im freien Fall keine große Gelegenheit mehr geben, den Anblick weiterhin zu genießen. Wir befinden uns gerade auf den letzten Metern, bevor der Boden plötzlich nachgeben und uns nach unten reißen wird.

Während einige bereits lange vor diesem Weg gewarnt haben und die ersten der Vorhut soeben auf dem schnellsten Weg ins Tal sind – im Freifall nämlich -, erzählen uns die Eurokraten, es gäbe gar keinen Abgrund. Gleichzeitig kassieren die Hochverräter der Politik noch schnell immer höhere Gebühren für die Aussicht und lenken von der Wahrheit ab. Na dann: Auf den immerwährenden Aufschwung.

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4 Leserkommentare zum Artikel:

  • Ben

    Die Schallmauer die sich aufbaut wird gar gewaltig…..
    Der Knall wird gewaltig …..
    Wann kommt der Durchbruch und durch welches Ereigniss wird er ausgelöst ?
    Ganz bestimmt aber 2012.
    So will es wohl das große Drehbuch….

  • Reto

    Letztes Jahr betrug die Lieferfrist gewisser Schlüsselkomponenten bis 7 Monaten (z.B. Servoantriebe), knapp ein Jahr später bekommt man das gleiche innerhalb weniger Wochen, dazu viel billiger, ohne nach einer Preisreduktion zu fragen. Irgendwas ist faul….

  • Umlandt Gerhard

    “Und das hast du gemacht! Angie!”
    Von einer “Euro-Krise” spricht man erst seitdem Merkel
    in 2008 40 Milliarden an amerikanische Privatbanken in
    Zusammenhang mit einer angeblichen “Immobilienblase”,
    die “Deutschland bedrohen” würde, verschmiss.

    Das war nur der Testlauf, ob man mit dem Volk so umgehen
    kann.

    Da kein grosser Widerspruch kam und sogar die Wiederwahl,
    sind nun “Rettungschirme” angesagt, in denen 100e und 1000e
    Milliarden im Abonnement ins Ausland auf Ethno-Privatbanken
    verschmissen werden.

    DAS ALLES MUSS NATÜRLICH AN UNS HEREINGESPART
    WERDEN !

    Die Weichen sind von der Kratler-, Verbrecher- und Hochverratspolitik
    längst gestellt und das Schiksal wird die Verursacher einholen.

  • Kuschi2000

    Ich sitze an der Front der Arbeitsvermittlung. Ich weiß wovon ich rede. Wir haben geschätzt ca. 7 Millionen Erwerbslose. Wenn man die Aufstocker dazu nimmt liegen wir bei ca.10 Mio. die sich nicht aus eigener Arbeit selbst Versorgen können. Unsere Vermittlungszahlen sind in den letzten 10 Jahren um 90% eingebrochen. Der Arbeitsmarkt ist mit Sklavenhändlern, Rent a Man etc. überfüllt. 90 % der offenen Stellen werden durch Sklavenhändler ausgeschrieben, wobei ein nicht unerheblicher Teil fingiert ist. D.h. 2-3 Anbieter schreiben ein und die selbe Stelle aus. Andere wiederum machen eine Stellenausschreibung nur um an Bewerber Mappen heran zu kommen.
    Aber immer mehr Ausländer kommen ins Land, jetzt aktuell Rumänen. Wenn ich schon das Wort “Arbeitserlaubnis” höre bekomm ich einen Lachkrampf. Zimmermädchen bekommen pro Zimmer 2 Euro, das macht ca. 4 Euro die Std. Der Sicherheitsdienst in unserer Behörde (Behörden sind privatrechtlicher Natur) hat 8,68 Euro die Std. Die BRiD ist ein Scheißhaufen unterwandert und presst uns aus. Es gibt keine Ämter, sondern NUR Verwaltungen, das gilt auch für die Finanzverwaltung.

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