Gesundheit

Freibrief für die Pharmaindustrie: Korruption ist nicht strafbar

www.stern.de
22
Juni 2012
17:32
Zitat von www.stern.de:
meint dazu:

Damit ist es nun amtlich: Bestechungsgelder von Pharmaunternehmen an Ärzte sind gar keine Bestechungsgelder – und ein Urteil des Bundesgerichtshofs ist offensichtlich das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Doch wirklich überraschend ist das alles nicht, denn wer hätte schon ein anderes Urteil in unserer pharmagesteuerten Bananenrepublik erwartet?

Gerade im sogenannten Gesundheitswesen, in welchem das meiste Geld jedoch nicht mit dem Heilen, sondern mit der Behandlung sowie dem Hinauszögern von Symptomen von Krankheiten verdient wird, laufen derart unglaubliche Dinge ab, dass der neugierige Kritiker besser gar nicht erst damit beginnt, hinter die Kulissen zu schauen. Wer nämlich einmal selbst gesehen hat, was dort getrieben wird, dem wird in Anbetracht des mörderischen Betrugs nur noch der Mund offenstehen.

Wer tatsächlich glaubt, Ärzten oder insbesondere den Pharmaherstellern läge etwas an unserer Gesundheit, der lebt in einer absoluten Traumwelt oder hat noch immer seinen Kinderglauben. Ein Arzt könnte auch schon davon leben, indem er seine Patienten nur untersucht und sie berät. Doch ein Pharmaunternehmen verdient erst dann Geld, wenn der Patient ein bestimmtes Medikament aus dem jeweiligen Hause bekommt.

Was liegt also näher, als möglichst zu jeder denkbaren Diagnose ein passendes Mittelchen im Angebot zu haben, ganz egal ob es überhaupt notwendig ist, ob es nützt oder ob es dem Patienten gar schadet. Weil die Bevölkerung gleichzeitig durch die Medien – natürlich ebenfalls im Auftrag der Pharmas – in ständiger Angst vor irgendwelchen neuen Pseudoseuchen, angeblich unheilbaren Krankheiten und sonstigen schweren Leiden in Panik gehalten wird, ist der sofortige Gang zum Arzt nach einem unerwarteten Nieser oder überraschenden Hüsterchen für viele Menschen längst zur selbstverständlichen Pflicht geworden.

Das Erhalten von Medikamenten für jedes noch so kleine Zipperlein gehört aus diesem Grunde auch schon zur Erwartungshaltung des vorbildlichen Patienten, denn wie um alles in der Welt sollte er oder seine Kinder ohne die obligatorische Chemikeule nur gesunden können? Etwa ganz von alleine?

Geschätzte 90% der Medikamente sind gänzlich überflüssig, weil sie entweder identisch mit anderen Mitteln sind oder nichts nützen oder sogar noch mehr Schaden anrichten. Der gesamte Bereich Chemo-”Therapie” beispielsweise gehört schlichtweg sofort verboten, weil es sich hierbei um eine rein tödliche Giftkur handelt, die niemanden niemals gesund werden lässt. Leider wissen die allermeisten Patienten nicht einmal ansatzweise, was sie sich damit antun.

Doch auch schon eine ganz normale Medikation fördert nicht zwingend die Gesundheit, wie eine kritische Nachfrage einer schon älteren Patientin ergab. Als sie ihrem Arzt erklärte, dass sie das verschriebene Medikament auf eigene Faust absetzte und es ihr danach prompt viel besser ging, schloss der Arzt die Türe und sagte ihr im Vertrauen:

Es tut mir leid, Frau R., aber wir Ärzte werden von der Pharmaindustrie derart unter Druck gesetzt, dass ich Ihnen das Medikament leider verschreiben musste.

Es handelt sich hierbei um einen wahren Erfahrungsbericht, der sich wohl jeden Tag tausendfach wiederholen könnte, wären die Patienten nur mündig genug und würden das Handeln ihres Arztes – und auch ihr eigenes – endlich einmal gründlich hinterfragen.

Solange die Menschen jedoch keine eigene Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen wollen, sondern sich blind den “Göttern in Weiß” und deren Helfershelfern in der Pharmaindustrie anvertrauen, braucht sich niemand über gesundheitliche Konsequenzen oder seinen pharmazeutisch bedingten Tod beschweren. Dabei wäre es so einfach, selbst die Regie über das Thema Krankheit zu führen.

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