Wirtschaft

Sinkende Steuereinnahmen: Wo ist der Aufschwung nur geblieben?

www.abendblatt.de
21
Juni 2012
13:21
Zitat von www.abendblatt.de:

 Zum ersten Mal seit zwei Jahren sind die Steuereinnahmen von Bund und Ländern im Mai wieder zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen sie um 4,3 Prozent ab, wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mitteilte. [...] Allerdings macht das Ministerium für den Rückgang nicht die abflauende Konjunktur verantwortlich.

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Allerdings macht das Ministerium für den Rückgang nicht die abflauende Konjunktur verantwortlich. Insgesamt sei die Wachstumsdynamik der Steuereinnahmen „noch deutlich positiv“, heißt es in dem Monatsbericht.

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Deutlich höhere Abführungen an die EU schmälerte das Aufkommen des Bundes um 6,0 Prozent, das der Länder mit 5,4 Prozent.

meint dazu:

Jetzt kommen sie Tag für Tag, die Negativmeldungen aus der angeblich unerschütterlichen Aufschwungrepublik von Bananien. Trotzdem halten die Berufspropagandisten an ihrer Botschaft fest: Die deutsche Konjunktur ist unerschütterlich, der Endsieg über die Krise steht unmittelbar bevor. Schade eigentlich, dass diesen verlogenen Blödsinn immer noch so viele Menschen blind glauben.

Nicht umsonst geben sie sich solche Mühe, die Hochverräter in Berlin, uns weiterhin ein Märchen vom unendlichen Wachstum in einer endlichen Welt zu erzählen, nur damit sie unsere Steuergelder zu hunderten von Milliarden Euro weiterhin maroden Banken und bankrotten Staaten hinterherwerfen können. Davon allein hängt schließlich ihr Überleben ab, denn fällt der Euro, zerreißt es danach auch unmittelbar ihre bisherige Machtstruktur und das bequeme Leben als Made im Speck ist ganz schnell vorbei. Offenbar kennen sie diese Zusammenhänge sehr genau.

Warum nur glauben die Menschen diese Lügen? Weil die Zahlen von der Regierung höchstpersönlich veröffentlicht werden? Dabei ist doch eigentlich klar, dass jeder, der in verantwortlicher Position sitzt, niemals gerne und noch weniger freiwillig zugibt, dass unter seiner Führung Fehler passierten oder eine negative Entwicklung stattfand. Das ist in jedem Unternehmen so und auch in den Regierungen nicht anders. Wenn wir also von sinkenden Steuereinnahmen hören, erhalten wir gleichzeitig auch immer die zugehörigen Ausreden.

Insbesondere müssen wir davon ausgehen, dass wir stets nur das zu hören bekommen, was offensichtlich ist und sich nicht mehr länger verbergen lässt. Das gilt im Besonderen für Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium, dem Laden nämlich, welcher zukünftig für die gesamte Eurozone die Rechnungen bezahlen soll und bislang bereits dafür garantierte – wobei der richtige Begriff wohl eher “überweisen” anstatt bezahlen sein sollte, denn bezahlen dürfen diesen Wahnsinn die Bundesbürger.

Unsere Regierung kann sich aus diesem Grunde schlechte Nachrichten einfach nicht erlauben. Zum einen würden derartige Botschaften die Qualität der Bundesanleihen und damit die Stabilität des Euro gefährden und zum anderen könnten die Bürger plötzlich aus ihrem tiefen Fußball- und sonstigen Dornröschenschlaf erwachen, wenn das bislang gewohnte muntere Plätschern der Milch- und Honigbächlein im Lande verstummt.

Was uns aus Berlin an Nachrichten erreicht sind daher lediglich geschönte und verharmloste Horrornachrichten, hinter denen sich eine anbahnende Katastrophe verbirgt. Es sind jedoch nicht die Zahlenfälschereien an sich, welche den Hochverrat am Land und den Betrug am eigenen Volk ausmachen, sondern die den Menschen bewusst vorenthaltenen Zusammenhänge und das unausweichlich bevorstehende Ende, auf das sich das Normalschaf daher in keinster Weise richtig vorbereiten kann.

Wer jetzt nicht selbst Verantwortung übernimmt, wird am Ende im kalten Regen stehen, denn von dieser Regierung ist keine Hilfe mehr zu erwarten. Die Verantwortlichen dort werden bald genug damit zu tun haben, sich selbst in Sicherheit zu bringen.

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