Crash

Folgen der Sparprogramme: UNO warnt vor Unruhen in Europa

www.zeit.de
30
April 2012
12:47
Zitat von www.zeit.de:
meint dazu:

Die negative wirtschaftliche Entwicklung in der EUdSSR lässt inzwischen selbst die UNO Schlimmstes befürchten. Wenn dort bereits Warnungen vor Unruhen offen ausgesprochen werden, kann es mit dem Ausbruch selbiger nicht mehr sehr lange dauern. Bei der UNO sind sich die Beobachter offenkundig dem Ende der Eurorettung eher bewusst als die Eurokraten selbst.

Solange die EU-Regierungen noch genügend Geld zur Verfügung haben, um die vielen Millionen von Arbeitslosen irgendwie durchzufüttern, bleibt die Lage weitgehend unter Kontrolle. Doch sobald der Geldfluss ins Stocken gerät und sich der bisherige Wohlstand auf Pump seinem Ende zuneigt, beginnen die Menschen dann um ihre gewohnten Leistungen zu kämpfen.

Was die UNO hier allerdings fordert, nämlich Sparprogramme mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu koppeln, widerspricht sich im Kern. Der heutige gigantische Konsum und der damit verbundene immense Wohlstand basiert allein auf billigen Krediten, welche wegen der Geldsystem-Exponentialfunktion jedoch gerade am versiegen sind. Mit sinkendem Konsum werden weniger Güter produziert, womit wiederum weniger Arbeitsplätze benötigt werden und das Einkommen sinkt. Die Abwärtsspirale setzt sich in Gang.

Im Grunde fordert die UNO daher eigentlich direkt unlimitiertes Gelddrucken, auch wenn sie es so deutlich nicht sagt. Sparen bringt den “Experten” zufolge jedenfalls nicht das, was die Regierungen beabsichtigen. Das ist auch klar, solange sie vor den wirklich drastischen Einschnitten zurückschrecken, welche die Ausgaben tatsächlich deutlich senken würden.

Doch genau das wäre blanker Zündstoff für Unruhen und davor fürchten sich sämtliche Regierungen, weil sie die Auswirkungen erster zögerlicher Sparmaßnahmen dieser Art bereits in Griechenland zu sehen bekamen. Wer von den Regierungen möchte das wohl in seinem eigenen Land absichtlich provozieren?

Sie alle stecken in einer fatalen Zwickmühle: Ohne drastisches Sparen droht eine brutale Inflation mit schlimmen Folgen, aber wenn wirklich empfindlich gespart wird, stehen unmittelbar Unruhen vor der Türe. Beides führt schlussendlich zum selben Ergebnis. Wer von den heutigen “Eliten” schlau ist und an seinem Leben hängt, müsste jetzt schnellstmöglich den Abgang machen und irgendwohin untertauchen, doch die meisten bleiben an ihrem bequemen Sessel kleben – entweder aus Naivität, Gehorsam oder wegen ihres blinden Glaubens an ein Ende der Krise.

Die Unruhen werden kommen, so oder so. Denn auch das Gelddrucken, welches zwar kurzfristig den Wohlstand aufrecht erhalten kann, wird über kurz oder lang zu einer Inflationskatastrophe führen, an deren Ende ebenfalls wieder Unruhen stehen. Da können wir den Herrschenden nur noch viel Erfolg bei ihrem Kampf gegen die Windmühlen wünschen und empfehlen, ein schnelles Fluchtfahrzeug bereitzuhalten.

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