Kameras an Schulen: Beim Pinkeln über die Schulter geschaut

www.news4teachers.de
22
Februar 2012
11:04

Immer wieder habe es die gleiche Sauerei gegeben [...]. Die Schulleitung mochte offenbar nicht länger tatenlos zusehen – und montierte eine Videoüberwachungsanlage im Waschraum der Herrentoilette, um solchen Unfug künftig zu verhindern oder zumindest die Täter ermitteln zu können.

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„[...] Wenn sich junge Menschen, die ja noch dabei sind, sich im Leben zu orientieren, sich nur ‚richtig‘ verhalten, weil sie Angst haben, dass sie kontrolliert und erwischt werden, dann ist das sicher kein Gewinn für ihre geistig-moralische Entwicklung“, meinen die Datenschützer [...].

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Und trotzdem setzen offenbar immer mehr Schulen auf die Überwachungstechnik, um Vandalismus und Gewalt vorzubeugen. In Hamburg sind schon an 49 von 313 Schulen Kameras auf dem Schulhof, in den Fluren und in der Pausenhalle installiert, also an fast jeder sechsten Schule.

meint dazu:

Weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen, greifen die obersten Verantwortlichen der Pädagogik eben zu Mitteln à la 1984 und wundern sich, dass sie dabei trotzdem scheitern. Wenn Video-Überwachung die Erziehung unserer Kinder ersetzen soll, ist das nicht weniger als die völlige Bankrotterklärung unserer Gesellschaft.

Kinder und Jugendliche machen nun einmal Blödsinn. Das ist keine neue Erscheinung in unserer Zeit, sondern gab es schon immer. Wer die Serie “Michel aus Lönneberga” kennt, weiß das. Es gibt jedoch eklatante Unterschiede in den Auswirkungen und vor allem bei der Motivation der Kinder, denn heute schrecken viele selbst vor großer Sachbeschädigung und purer Gewalt nicht mehr zurück.

Es fehlt ihnen immer häufiger das grundlegende Moralverständnis, Gegenstände von Dritten nicht entwenden oder beschädigen zu dürfen und seine Mitschüler zu respektieren. Früher bekam das jedes Kind von zu Hause mit auf den Weg, jedenfalls mehr oder weniger. Heute scheint es so, als ob dies nur noch die Ausnahme wäre.

Und dass es sich dabei keinesfalls nur um ein Symptom von Unterschicht-Kindern handelt, zeigt die Entwicklung auf privaten Schulen, welche genauso von “Schmierereien und Demolierungen” heimgesucht werden.

In einer Welt, in der Zucht und Ordnung jedoch schon als Gewaltverherrlichung und die Ohrfeige des Vaters als Kindesmisshandlung gewertet wird, sind derartige Entwicklungen seitens der Kinder nicht wirklich verwunderlich. Dabei genügen schon ein paar faule Eier im Korb, um jeweils eine ganze Schulklasse negativ zu beeinflussen.

Damit soll keineswegs gesagt werden, dass Schläge in der Kindeserziehung der richtige Weg seien, aber Kinder gehören nun einmal von den eigenen Eltern erzogen und nicht durch gutmenschliches, genderisiertes Weibsvolk – auch Lehrerinnen genannt – an staatlichen Schulen oder gar durch die Mitschüler, während Papa und Mama sich im Hamsterrad abmühen müssen, weil es ihnen der Kredit für das Heim und das soziale Umfeld eben abverlangen.

Daher sind jegliche Überwachungs-Maßnahmen an den Schulen sinnlos und nicht mehr als eine hilflose Symptombehandlung, denn an den Ursachen ändert sich dadurch nichts. Im Gegenteil, durch die Handlungen dieser faulen Eier werden am Ende alle Schüler kollektiv bestraft, was erst Recht keinen pädagogisch sinnvollen Effekt haben kann.

Wie lässt es sich dann ändern? In diesem System gar nicht mehr. Es müssen zuerst all die tollen “soziokulturellen Errungenschaften” unserer kaputten Gesellschaft vollständig zerstört werden, damit die Menschen wieder zurück auf den Teppich kommen. Anders funktioniert es nicht mehr, eine gottlose Gesellschaft verliert nämlich am Ende immer auch ihre Moral.

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