Gefahr Obrigkeitshörigkeit: Wer friert ist selbst schuld

www.focus.de
5
Februar 2012
19:55

Der Winter wird immer gefährlicher: Der stärkste Schneefall seit Jahrzehnten hat vor allem in Serbien und Italien ein Verkehrschaos ausgelöst.

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In Mittel- und Süditalien starben zwei Menschen, als Dächer unter der Last des Schnees zusammenbrachen. Bis zu 120 000 Menschen waren zeitweise ohne Strom. Tausende blieben in Zügen oder Autos stecken. In Rom und anderen Städten befreiten Soldaten die Straßen von Schnee und Eis.

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Angesichts einer bis zu zwei Meter hohen Schneedecke galt in Serbien am Samstag in fast 30 Gemeinden ebenfalls der Ausnahmezustand. [...] Die Regierung in Belgrad rief die Bürger zum Schneeräumen auf.

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Die Kältewelle drang selbst bis Nordafrika vor. In höheren Lagen der algerischen Hauptstadt Algier fiel seit Jahren wieder richtig Schnee.

meint dazu:

Wenn schon fast 300 Menschen der Kälte zum Opfer fielen und halb Europa durch einen etwas kälteren Winter zur Katastrophenregion mutierte, sogar in manchen Gebieten der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, dann fragt sich der Klimagläubige: Ist das wirklich echt?

Für diesen Fall haben die CO2-Sektierer längst vorgesorgt, denn aus Klimaerwärmung wurde inzwischen Klimawandel. Dann darfs Dank Erwärmung sogar kälter werden – ist zwar nicht logisch und nicht wissenschaftlich, aber leicht zu merken fürs einfache Volk.

Da interessiert es auch nicht, wenn in Afrika Schnee fällt oder in Rom Menschen erfrieren. Wir wissen schließlich alle: Wird es ungewöhnlich warm, ist es der Klimawandel, wird es dagegen außerordentlich winterlich, ist das lediglich eine Wettererscheinung des immer deutlicheren Klimawandels.

Indes wird offensichtlich, wie sehr unsere Gesellschaft heute von hundertprozentig funktionierender Infrastruktur abhängig ist. Kaum jemand in der westlichen Welt ist für den Fall gerüstet, einige Tage oder sogar noch länger nicht einkaufen zu können. Auf einen größeren Stromausfall ist ebenfalls so gut wie niemand vorbereitet und obwohl sich Russland bereits mehrfach als politisch willkürlicher und unzuverlässiger Gaslieferant erwies, glaubt hier trotzdem niemand an einen möglichen Totalausfall.

Wohlgemerkt, das alles hat nichts mit einem Crash oder einer verschärften Krise zu tun, sondern all das geschieht in ruhigen Zeiten, in denen die gesamte Infrastruktur noch uneingeschränkt zur Verfügung steht. Wir haben einfach nur etwas Winter. In Griechenland mögen zwar in Folge der Fastpleite erste Ausfallerscheinungen der Grundversorgung sichtbar werden, aber wer bei uns derzeit friert, ist schlichtweg selbst schuld, denn zumindest warme Kleidung sollte jeder besitzen für den Notfall.

Eigentlich war es ja eine höchst freundliche Vorwarnung, was wir in den vergangenen Wintern erlebt haben, denn immer wieder gab es ein kleines bisschen Chaos und die indirekte Aufforderung zu mehr individueller Vorsorge, sodass jeder vernünftige Mensch aufmerksam werden und Vorbereitungen in Angriff nehmen könnte. Dazu gehört jedoch ein erhebliches Maß an Eigenverantwortung, die heute leider genauso Mangelware ist wie das Streusalz im letzten Winter.

Machen Sie sich eines klar: Wenn Strom, Gas und die Nahrungsmittelversorgung ausfallen, dann sind Sie auf sich allein gestellt – wer weiß wie lange. Es gibt keine Behörde im Lande, welche Sie dann mit dem Hubschrauber rettet und Ihnen ein staatliches Wohlfühlquartier bereitstellt. Besser ist es, Sie wissen, auf wen Sie sich in so einem Fall verlassen können, beispielsweise auf sich, Ihre Familie und Ihre Vorräte.

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