Investorenlegende George Soros hat das von Deutschland geführte Euro-Krisenmanagement scharf angegriffen. “Deutschland diktiert eine Politik, die in eine Schuldenspirale mit deflationären Folgen führt”, sagte Soros auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
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Als Weg aus der Krise schlug Soros vor, Problemstaaten wie Griechenland nicht nur zu strikter Haushaltsdisziplin zu zwingen. “Sie brauchen zudem einen Stimulus, der eine Deflationsspirale verhindert”, fordert Soros.
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Soros warf Deutschland vor, Euro-Krisenstaaten unerreichbare Ziele zu setzen und sie damit gegen sich aufzubringen.
Wo Soros eine Deflation sieht, ist höchst fraglich. Solange die Börsen trotz Rezession steigen und die offizielle Inflationsrate noch deutlich über der selbstgesetzten “Preisstabilitätsgrenze” der EZB in Höhe von 2%, die wahre Inflation jedoch bei sicherlich 10% liegt, kann von Deflation keine Rede sein.
Da der Oldtimer-Investor jedoch wegen der Krise schon einige Spekulationsverluste hinnehmen musste, liegt sein Fokus offensichtlich nur auf den teilweise tatsächlich sinkenden Renditen und dem scheinbaren Beginn einer Deflation. Vielleicht sollte der Mann einmal Einkaufen, Tanken und seine Nebenkostenrechnung näher betrachten?
Sobald die Investoren aus einem bestimmten Anlass im großen Stil beginnen, aus dem Euro zu fliehen, weil sie ihm nicht mehr vertrauen, findet ein gigantischer Geldfluss statt, welcher augenblicklich zu einer Inflation bei werthaltigen Gütern führt, denn derzeit liegen alleine schon bei der EZB hunderte Milliarden Euros, von den Großbanken dort geparkt, herum. Für diese Geldmengen jedoch gibt es gar nicht genügend reale Güter im Euroraum.
Denken Sie nur an Gold als Fluchtburg für das ganze Geld, das Metall wird binnen kürzester Zeit sehr teuer werden. Sicher, Kredite und Kreditfinanzierungen wird es dann zerreißen und damit gibt es gleichzeitig auch eine Deflation, aber eben nur in diesem Bereich.
So wie Soros es ausspricht, nämlich dass die BRD den Pleiteländern der Eurozone unerreichbare Ziele vorschreiben will, klingt etwas durch, was möglicherweise tatsächlich von deutscher Seite beabsichtigt wird: Ein provozierter Rauswurf aus der Währungsunion wegen “unmöglichen Verhaltens”.
Im Grunde wäre ein Austritt der einzige Weg, um die völlige Enteignung der Bürger und den totalen Schuldentod unseres Landes noch etwas abzumildern, wenngleich ein Ausstieg mit der damit zwangsläufig verbundenen Währungsreform trotzdem äußerst einschneidende Verluste an Sparvermögen bedeutet.
Eine Entwicklung ist derzeit unübersehbar: Der Elite geht inzwischen auf breiter Front der Hintern auf Grundeis, denn es zeichnet sich ein fürchterlicher Crash am Horizont ab. Je mehr Klartext von dieser Seite gesprochen wird, desto offensichtlicher ist damit die Schrift an der Wand erkennbar: Bald kracht es.


