Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman wünscht sich einen EU-Beitritt seines Landes. [...] Israel sei “die einzige stabile Demokratie” in der Nahost-Region und vertrete dort “die gesamte westliche Zivilisation”.
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Als “Unsinn” bezeichnete er den Vorwurf, dass die israelische Siedlungspolitik das größte Hindernis im Friedensprozess sei. [...] “Das Ergebnis war, dass heute dort die Hamas als größte Terrorregierung der Welt an der Macht ist, und mittlerweile 12.000 Raketen auf Südisrael abgeschossen wurden.” Dies zeige, dass es im Konflikt mit den Palästinensern “nicht um Territorium, sondern um Werte geht”.
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Den Iran bezeichnete Lieberman als “die größte internationale Bedrohung”. Teheran werde innerhalb von drei Jahren den mehrheitlich schiitischen Irak unter Kontrolle gebracht haben und sich danach den Golf-Staaten und Saudi-Arabien widmen. Dann werde der Iran “den gesamten Energiemarkt der Welt kontrollieren”. [...] Auch das syrische Regime könne nur durch die iranische Unterstützung überleben.
Da sind sie schon wieder, die unterschwelligen Verunglimpfungen der linken Presse: Israels Außenminister Avigdor Lieberman wird als “Rechtspolitiker” oder “rechtsgerichteter Politiker” betitelt, nur weil er sein Land nicht blind an die arabischen Nachbarn verraten und verschenken möchte.
Wie wenig er jedoch selbst von der eigentlichen Geschichte seines Landes weiß, zeigt sein Spruch, Mose hätte Israel besser in die Nachbarschaft von Deutschland, Österreich oder Italien geführt. Dann wäre der teuflische Gegenspieler eben hierhin gefolgt und der Nahe Osten wäre heute bei uns. Am kommenden Endspiel hätte sich damit trotzdem nichts geändert, außer dem Schauplatz.
Israel wird in Kreisen von selbstdenkenden Menschen häufig pauschal als die böse Weltmacht verschrien. Dabei unterscheidet sich dieser Staat samt seiner Regierung nur unwesentlich von den uns beherrschenden Regimes in der EU oder den USA.
Womit Israel allerdings zu kämpfen hat – im wahrsten Sinne des Wortes – sind ständige militärische Auseinandersetzungen und ein fast permanenter Quasi-Kriegszustand wegen der zahlreichen friedlichen muslimischen Nachbarn, die vor lauter Frieden gar nicht wissen, wohin mit all ihrer liebevollen Zuwendung.
Was ebenfalls im blinden Eifer vieler Kritiker gerne übersehen wird: Der Iran ist die wesentliche Kraft im Hintergrund des Nahen Ostens und hegt nicht nur ein böses Spiel gegenüber Israel, sondern will seine Machtposition drastisch ausweiten. Dem Iran geht es dabei um Öl, Geld und Macht – und um die Errichtung einer Weltherrschaft des Islam. Nicht ganz so militant, aber in ähnlicher Richtung, gibt sich seit einigen Monaten auch die Türkei zu erkennen.
Israel ist bei diesen Plänen im Weg und zieht wegen seiner militärischen Stärke und der mächtigen Verbündeten im Westen natürlich den Hass seiner Nachbarn auf sich. Doch würde Israel tatsächlich von der Landkarte verschwinden, würde dort unten keineswegs Frieden einkehren, eben weil die Machtverhältnisse überhaupt nicht klar bestimmt sind. Allerdings gibt Israel als einziger Außenseiter derzeit eben ein ideales Ziel und Feindbild ab und lenkt insbesondere die westliche Welt vom wahren Geschehen ab.
Wie sich die Lage dort unten weiterentwickelt ist im Detail ungewiss, aber im Gesamtplan sehr wohl schon vorbestimmt. Zwar wird die EU von zahlreichen Eschatologen als das wiedererstarkte römische Reich der Endzeit gesehen, allerdings spricht vieles dafür, dass diese Symbolik eindeutig die islamische Welt rund um Israel beschreibt. Ob es die EU überhaupt noch lange gibt, ist derzeit ziemlich fragwürdig.



…nur zu -ab in die EU …aber was machen zivilisierte Nationen wie Deutschland und Österreich zB. noch da drinnen?