Glaubens-Prozess: Entführung aus Sorge um die Kinder

www.derwesten.de
24
Januar 2012
18:46

Am 26. April 2011 hatte H. seine vier Kinder Jonas, Benjamin, Myriam und Lisa bei der von ihm seit 2009 getrennt lebenden Frau abgeholt, unter dem Vorwand mit ihnen einen Fahrradausflug machen zu wollen. [...] In Ägypten beabsichtigte H. sich ein neues Leben mit ihnen aufzubauen.

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“Meine Frau hat es vorgezogen, mit einem anderen Mann zu leben. Vor Gott ist das nicht korrekt. Das ist Ehebruch”, sagte er. Er akzeptiere zwar die Entscheidung seiner Frau. “Aber das gibt ihr nicht das Recht, die Kinder an sich zu reißen”, sagte der 37-Jährige über seine Motive.

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Der 37-Jährige kritisierte die Darstellung seiner Person durch die Mutter der Kinder in den Medien. “Meine Frau hat genau gewusst, dass ich die Kinder liebe und sie es bei mir gut haben. Aber sie hat mich bewusst negativ und als Fundamentalist dargestellt.”

Seine Kinder hätten immer wieder betont, dass sie auch mehr Zeit mit ihrem Vater verbringen wollten, sagte er. Nach der Trennung seien sie oft heimlich zu ihm gekommen. Als seine Frau dies bemerkte, habe sie ihnen Schläge angedroht, sagte H. und begründete damit die Entführung. “Ich glaube, das der Umgang bei meiner Frau kein guter war”, sagte er.

meint dazu:

Wie die Wölfe werfen sich die Presse und die politisch korrekte Heuchlerbande an Beobachtern auf den gläubigen Mann. Ein “christlicher Fundamentalist” und “streng religiöser” Mensch sei er, eine Gefahr für seine vier Kinder. Doch über seine wirklichen Beweggründe und die Begleitumstände lesen wir nur wenig.

Dabei hat ihm seine Frau nur ein paar Tage vor der Entführung das Sorgerecht für seine Kinder entziehen lassen. Natürlich trifft das einen Vater schwer, insbesondere dann, wenn er derjenige ist, welcher von seiner Frau wegen eines neuen Mannes sitzengelassen wurde und nun wegen ihres Verhaltens und seinem fehlenden Mitspracherecht Angst um das Wohlergehen seiner Kinder hat.

Deswegen gleich die Kinder zu entführen ist jedoch keine Lösung und mit Sicherheit kein akzeptables Verhalten. Allerdings müssen wir trotzdem die Sorge des Mannes um die Kinder berücksichtigen, denn ein Christ, der an die Bibel als das Wort Gottes glaubt, wird innerlich vor Schmerz zerbrechen, wenn er sieht, wie die Kinder bei der Ex-Frau bewusst vom Glauben entfremdet oder sogar bedroht werden.

Sicherlich kennt fast jeder ähnlich gelagerte Fälle, bei denen nach einer Trennung die Mutter das alleinige Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder zugeteilt bekam, welches sie sich jedoch nur mittels Lügen erschlichen hat. Unsere Gerichte urteilen hier leider äußerst Frauen-freundlich, obwohl sich ansonsten überall die sogenannte Emanzipation und Gleichstellung breit gemacht hat.

Im Grunde erleben wir im Falle von Scheidungs- und Trennungskindern nach wie vor eine äußerst ausgeprägte Dominanz der Frauen, die von den Gerichten quasi automatisch die Kinder zugeschoben bekommen. Im Berufsleben dagegen wird mit Gewalt versucht, die Männer zum Erziehungsurlaub zu bewegen und ähnlicher Unsinn. Welch krasser Widerspruch.

Einem Vater, dem das Sorgerecht oder sogar der Umgang mit den eigenen Kindern auf diese heimtückische Weise verwehrt wurde, wird zwangsläufig alles tun, um Gerechtigkeit zu erhalten. Aus purer Verzweiflung werden dann von diesen hilflosen Vätern Dinge unternommen, die sie besser unterlassen hätten, denn schlussendlich wird alles immer nur gegen sie verwendet. Da helfen auch keine Grundsatzurteile bezüglich verbesserter Rechte für Väter bei Unterhaltsansprüchen.

Es ist schon seltsam, wie einseitig die Beurteilung durch die Öffentlichkeit in solchen Fällen mittlerweile geworden ist. Wäre der Mann ein Moslem und hätte seine Kinder grausam ermordet, weil seine Frau seine Ehre verletzt hätte, wäre selbstverständlich die Frau schuld gewesen und der Täter als Opfer hingestellt worden.

Aber bei Christen ist das natürlich etwas anderes. Wenn ein leiblicher Vater sich um das Wohlergehen seiner ihm entrissenen Kinder sorgt und es als gläubiger Christ sogar wagt, sie der Mutter wegzunehmen, um alleine an einem anderen Ort für sie zu sorgen, dann ist er der absolute Bösewicht.

Zugegeben, Axel H. hat überzogen, aber sein Motiv war nicht etwa Boshaftigkeit, sondern er handelte – ganz im Gegenteil – aus Verzweiflung und aus Liebe zu seinen Kindern, die er im schlimmsten Fall nie wieder sehen wird. Wir dürfen gespannt sein, zu welchem Urteil das Gericht kommt.

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