Der US-Flugzeugträger «Abraham Lincoln» hat, begleitet von mehreren westlichen Kriegsschiffen, die Strasse von Hormuz passiert und befindet sich im Persischen Golf.
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Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums fuhren in der Flotte zudem ein britisches und ein französisches Kriegsschiff mit.
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Der Iran hatte Ende Dezember im Fall neuer Sanktionen wegen seines umstrittenen Atomprogramms mit einer Sperrung der Strasse von Hormuz gedroht, durch die rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert werden. Dass britische, französische und amerikanische Kriegsschiffe die Meerenge nun gemeinsam passieren, gilt als klares Signal an Teheran, dass der Westen dies nicht zulassen wird.
Passend zum beschlossenen EU-Öl-Boykott demonstrieren die USA mit ihren Verbündeten dem Iran eindrücklich ihre Macht und Entschlossenheit. Das kann, muss jedoch nicht zwingend zum gewünschten Ergebnis führen. Wer glaubt, die USA würden hier rein zufällig wie ein Elefant im Porzellanladen herumpoltern, der irrt sich.
Alle Seiten haben Angst vor einer weiteren Eskalation. Das gilt für den Iran genauso wie für die USA. Zwar werden allerseits vorlaute Töne gespuckt, doch den Iran schmerzen Sanktionen durchaus, weil diese im Endeffekt hauptsächlich die Bevölkerung treffen, wodurch diese wiederum wütend auf das Regime wird und sich neben der außenpolitischen auch noch eine gefährliche innenpolitische Front bildet. Dahinter steckt selbstverständlich System.
Für die USA gilt jedoch ähnliches. Die Kosten des militärischen Aufmarsches im Arabischen Meer mit mehreren Flugzeugträgern und unzähligen Begleitschiffen sowie zehntausenden von Soldaten rund um den Iran in verschiedenen Ländern verteilt, verschlingen jeden Tag Milliardensummen, ohne entsprechenden Profit.
Zwar wird das nötige Kleingeld jeden Tag frisch elektronisch gepresst, aber den USA steht das Schuldenwasser schon längst bis zum Hals. Begänne tatsächlich ein Krieg, würden die wirtschaftlichen Folgen vermutlich unmittelbar zuerst den Euro und kurz danach den Dollar zum Kollabieren bringen. Ob allerdings ein Krieg ohne gesicherte Finanzierung, sondern allein aus patriotischem Eifer zu gewinnen ist, bleibt fraglich.
Beide Seiten haben bereits die Hände um den Hals des jeweils anderen geschlungen und warten ungeduldig, wer als erster locker lässt, um sich in eine bessere Position zu bringen. Dass sich die Situation doch noch friedlich klärt, ist nicht mehr anzunehmen. Der Iran will unbedingt den al-Mahdi präsentieren und die USA stehen unter Zugzwang, weil der Dollar so oder so vor seinem Ende steht.


